293. 
1381 August 14. Johann von Schellenberg,1 Bruder des Johanniter- ordens («Brüder Johans von Schellenberg Sant Johans Ordens dez hailigen Spitals von Iherusalem»^ erklärt wegen der Strei- tigkeiten um die Messen, die ein Pfarrer von Ummendorf2 in der Kirche zu Schweinhausen3 lesen sollte, die als Filiale nach Ummendorf gehört, sein Vater selig, Ritter Ulrich von Schellenberg4 («min vatter sälig her vlrich von Schellenberg Ritter») habe den Kirchensatz und die Güter zu Ummendorf mit seinem Bruder Hein- rich5 selig («mit sinem brüder hainrichen sälig») samt aller Zubehör, Rechten und Gewohnheiten wohl sechzig Jahre lang besessen und seine Vordem zuvor auch gar lange Zeit («vnd min vordem da uor ouch gar lang z\\»), darum sage er, dass ihm sein Vater Ulrich selig gesagt habe («mir min vatter her vlrich sälig geseit hett»J und seit mehr als dreissig Jahren hergebracht sei, dass ein Pfarrer von Ummen- dorf in der Kirche zu Schweinhausen nicht mehr schuldig sei, Messe zu lesen als in der Woche eine Messe, an einem ihm beliebigen Tag und auf der Burg zu Schweinhausen lese er auch ab und zu Messe, aus Ge- fälligkeit, nicht von Rechtswegen oder nach Gewohnheit, wie ein Burg- vogt den Pfarrer verpflichtet halten wolle. Original im Hauptstaatsarchiv Stuttgart B 481 Kloster Ochsenhausen n. 1197. — Pergament 9,4 cm lang X 33,0, Plica 1,8 cm. - Siegel hängt an Pergamentstreifen, stark beschädigt, Stück re. ausgebrochen, rund, 2,5 cm, grau, Spitzovalschild mit zwei Querbalken (Schildhaupt und Mitte), Umschrift: + S IOHANNIS D SCH. . . BERG - Rückseite: «litera von der mess ze Schweinhusen et vmendorf» (15. Jahrh.); «Johann von Schellenberg Vrkhündet dz ain Pfarrer zu Vmbendorff nit mehr dan ain Mess zu Schwainhausen zu lesen verbunden sey anno 1381» (16. Jahrh.); «BN .2» (16. Jahrh.); «B/89» (17. Jahrh.); «Vnum legarur Sacrum in Schweinhausen a parocho Vmmendorffensi per heb- domadam 1381» (17.Jahrh.); «Cista XIX Fase. § 2 n.2» (17. Jahrh.); «23.18.195» (Blei, 19. Jahrh.); «1197» (blau, modern).
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.