— 344 — Heinrich, Graf von Montfort sagte nach Vereidigung unter anderem aus, Heinrich von Schellenberg (Hainricus de schel- lenberg ») habe allein Gott zuliebe und zu jenem Zweck das Patro- natsrecht der Kirche zu Ummendorf5 schenken wollen und geschenkt, welches ihm, Heinrich und seinen Vorfahren von unerdenklichen Zeiten her gehört hatte, mit dem Zweck, damit die Kirche an Abt und Konvent käme und die Einkünfte der Kirche ihnen zugute kämen, abgesehen vom Anteil des dort einzusetzenden ständigen Vikars. — Johann, ge- nannt von der Aich, 30 Jahre alt, sagte aus, er sei bei der Schenkung und Übertragung dabei gewesen und er habe von «Hainrico de Schellemberg» und seinem Ammann gehört, dass das Patronats- recht der genannten Kirche mehr als hundert Jahre ihm, Heinrich von Schellenberg und seinen Vorgängern («predecessoribus»j gehört habe. — Johann, genannt Lippe von Manzell,6 40 Jahre alt, sagte aus, er habe von vielen vertrauenswürdigen Personen, die der Schen- kung beiwohnten, gehört, dass derselbe Heinrich die Schenkung an das Kloster zum von der Kommission festgehaltenen Zweck voll- ziehen wollte und dass das Patronatsrecht ihm und seinen Vorfahren («predecessoribus»^ gehört hatte. Die Aussagen werden vor den Zeugen Meister Johann von Hornstein, Anwalt der Konstanzer Kurie, Johann Sifrid, Kanoniker zu St. Thomas in Strassburg, Konrad genannt Ober- müli, Priester zu Konstanz, Johann genannt Multinger und Johann Binder kaiserlichen Notaren, von Konrad genannt Walker von Schaff- hausen, Konstanzer Kleriker sowie kaiserlichem und konstanzischem Notar bestätigt. Original im Hauptstaatsarchiv Stuttgart B 481 Kloster Ochsenhausen n. 1191. — Pergament 55,6 cm lang X 56,0, Plica 3 cm. — Initiale über zehn Zeilen, teilweise verlängerte Schrift in der ersten Zeile. Notariatszeichen des Konrad genannt Walker von Schaffhausen, Pergamentstreifen in der Plica leer.
        

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