Die Grabung ist somit praktisch abgeschlossen. Die urgeschichtli- chen und mittelalterlichen Funde befinden sich zur Untersuchung im Schweizerischen Landesmuseum in Zürich. Über Vermittlung desselben gingen die zahlreichen Tierknochenfragmente zur Weiterbearbeitung an die Universität München. Für die Gestaltung des Burgareals bestehen bereits konkrete Vor- stellungen. Die Ruine wird jedenfalls einen markanten Punkt im histo- rischen Höhenweg darstellen. Beim Bad Vogelsang in Triesen wurden in Zusammenarbeit mit der Kulturkommission Triesen Ende Mai die Fundamente des ehemaligen Badgebäudes, das ins 17. Jahrhundert zurückgeht, freigelegt. Das Geo- meteramt hat den Befund aufgenommen. Die Reste der Grundmauern wurden ergänzt und gefestigt. Der Hausgrundriss wurde sichtbar ge- macht. Die Triesner haben in Fronarbeit die Schwefelquelle wieder gefasst und das Wasser zum ehemaligen Badplatz geleitet, wo ein Brunnen erstellt wurde. Anlässlich der Restauration der Kapelle St. Georg in Schellenberg wurden im Juli und August auch baugeschichtliche Untersuchungen durchgeführt, die unter der Leitung von Dr. Georg Malin standen. Demnach ist die Kapelle nicht vor 1650 erbaut worden. Sie wurde zu einem späteren Zeitpunkt vergrössert. Die Länge und Höhe der ur- sprünglichen Kapelle sind noch eruierbar. Eine früher als wahrschein- lich angenommene Zugehörigkeit zu den Burgen von Schellenberg ist gemäss dem Untersuchungsbefund auszuschliessen. In Balzers wurden Suchgrabungen durchgeführt. Nach dem Ankauf der Burg Gutenberg und des Burghügels durch das Land hat der Verein bei der Fürstlichen Regierung um Bewilligung zur Durchführung von archäologischen Grabungen angesucht, die sich über mehrere Jahre erstrecken werden. Da eine Gesamtbepflanzung des Burghügels mit Reben geplant ist, wurden anlässlich einer Begehung die im Interesse der urgeschichtlichen Forschung vorläufig von der Bepflanzung freizuhaltenden Gebiete abgegrenzt. Vom 6. bis 17. Ok- tober wurde unter der Leitung von Dr. Jakob Bill, Zürich, auf dem Südausläufer des Burghügels von Gutenberg, dem sog. Runden Büchel, eine Sondiergrabung durchgeführt. Die Suchgräben wurden zunächst mit einem Kleinbagger angelegt. Im Kuppenbereich wurden in einer Felsvertiefung Gräber angeschnitten. Es konnten 22 Bestattungen fest- 311
        

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