I Abb. 
1: Messer M. 1:2 aus Eisen (L 18,4 cm), stark korodiert. Rücken leicht geschweift. Griffangel durch Absatz von der Rückenlinie abgesetzt. Abb. 
2: Maultrommel M 1: 2 (L 5,2 cm), Typ B, Variante 2. 13. bis 14. Jahrhundert. Quer-ovaler Bügel mit langen Armen. Der rechte Arm ist an der Spitze abgebrochen; der linke Arm fehlt. Die aufgedeckten Fundamentreste mit den wenigen Einzelfunden deuten auf einen mittelalterlichen Bau, der unweit nördlich der römer- zeitlichen Gutshofanlage aus dem Ende des 2. bis zu Beginn des 4. Jahr- hunderts lag.4 Man darf an der Stelle, die wir in einer eilenden Not- grabung untersuchten, einen Bau vermuten, welcher in seinen Anfängen bis ins ausgehende Hochmittelalter zurückgeht. Die Grundrissformen dieses Baues sind aber nicht mehr auszumachen. Immerhin gehen die frühesten urkundlichen Nachrichten über das mittelalterliche Nendeln mit der datierbaren Besiedlung dieser Baustelle annähernd zusammen. Am 6. März 1395 stiftete der damalige Landes- herr, Graf Heinrich von Werdenberg-Sargans zu Vaduz (ca. 1355 — 1397) zur Jahrzeit seiner Frau Katharina, sowie seiner Vorfahren und Nachkommen mit Zustimmung seines Bruders Hartmann, Bischof von Chur, und seines Oheims, Graf Rudolf von Sargans, Domprobst in Chur, einen zweiten Altar in der Kapelle St. Florin in Vaduz.5 Gemäss dieser Vergabung wurde zum Unterhalt der Pfründe unter anderem ein Betrag von 10 Pfund Pfennig Konstanzer Münze als Rente bereitgestellt, 4 Georg Malin, Römerzeitlicher Gutshof Nendeln, JBL 1975, 1 ff., 133 f. 5 Liechtensteinisches Urkundenbuch, L Teil, 1. Bd. S. 359 ff., 362 (Perret); L Teil, 4. Bd. S. 82, 123 ff. (Malin). 291
        

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