der Buchenstämme, die auf das Absterben bestimmter Zonen des Kam- biums, die dann seitlich überwachsen werden, zurückzuführen ist (vgl. LOHWAG H. 1931). Windbruch bei älteren Buchen ist in den meisten Fällen im Zunderschwamm-Befall begründet. Im Stammzentrum ent- wickelt der Pilz eine sich rasch ausbreitende Weissfäule. Auch an um- gestürzten Bäumen entfaltet der Pilz noch jahrelang seine Abbautätig- keit, wobei er sich mit einer Vielzahl von saprophytischen Holzbesied- lern vergesellschaftet. Weitere Parasiten des Stammes sind Ganoderma applanatum, Oxyporus populinus, Polyporus squamosus und P. umbel- latus, gelegentlich auch Inonotus nodulosus, Panus conchatus u. a. Schwächeparasiten. Auch der Hallimasch ist in älteren Buchenbestän- den nicht selten. Er kann im Gegensatz zu den oben genannten Wund- fäulepilzen, die über Stamm- oder Astwunden eindringen, den stehen- den Baum über die Wurzeln infizieren und ist daher schwierig zu be- kämpfen. Am «Verstecken» frisch gefällter Buchenstämme beteiligen sich vor allem Schizophyllum commune, Xylaria hypoxylon und Hypoxylon spp., an Lagerholz finden wir verschiedene Trametes-Aiten (gibbosa, hirsuta, versicolor) neben Chondrostereum purpureum u. a. Buchentotholz am natürlichen Standort, liegende Stämme und ab- gefallene Äste werden häufig von Datronia mollis, Daedaleopsis tricolor, Phellinus ferruginosus, lncrustoporia nivea, Oudemansiella mucida, Polyporus varius, Trametes hoehnelii, gelegentlich auch von Coriolopsis gallica, Inonotus nodulosus u. a. befallen. Typische Pilze an Buchen- strünken in Liechtenstein sind Bjerkandera adusta, Coriolopsis gallica, Ganoderma applantum, Panus conchatus und Trametes gibbosa neben anderen. Die grosse Vielfalt an Arten und an «ökologischen» Nischen in den naturnahen Buchenwäldern wird nicht zuletzt durch die holzab- bauende Tätigkeit einer grossen Anzahl von Pilzen gewährleistet, wes- halb ältere, unter der Einwirkung von Pilzen zusammenbrechende Buchenwälder in Mitteleuropa für den Naturschutz von besonderer Bedeutung sind. Frangula alnus (Faulbaum) Der Faulbaum ist vor allem in einigen Parzellen des Ruggeller Riets in dichten und z. T. alten Beständen anzutreffen. Folgende Arten wur- den gefunden: 228 
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