Hallimasch (Armillariella mellea) und Rotfäule (Heterobasidion annosum) zählen zu den gefährlichsten Parasiten der Fichte in Liechten- stein. Besonders die anthropogen begründeten Standorte (Forste) im Bereich der unteren Hanglagen und der Rheintalebene sind betroffen, doch fehlen die genannten Pilze auch in den subalpinen Lagen nicht. Stockrodungen und der Verzicht auf Fichten-Monokulturen wären ein erster Schritt, um die Ausbreitung dieser Holzkrankheiten einzudäm- men (vgl. auch S. 76 u. 55). Im Wurzel- und Stammfussbereich parasi- tiert vornehmlich in höheren Lagen Climacocystis borealis. Ein weit- verbreiteter Stamm- und Wurzelparasit ist schliesslich Fomitopsis pini- cola. Letzterer tritt auch, gemeinsam mit Gloeophyllum-Arten, Antrodia serialis, Lentinus lepideus, Stereum sanguinolentum u. a. an Bauholz im Freien und in Gebäuden auf. Ein typischer Reduzent morscher Fichtenstrünke ist der sehr aroma- tisch duftende Osmoporus odoratus. Vereinzelt wurde in Liechtenstein an toten Fichtenstämmen auch die auffallende und nicht häufige Fomi- topsis rosea gefunden. Pinus spp. (Föhren-Arten) Die Rotföhre (Pinus sylvestris) ist mit ca. 10°/o an der Holzartenver- teilung Liechtensteins beteiligt, allerdings grossteils auf forstlich nicht nutzbare Bannwälder (Rüfewälder) beschränkt. In diesen, z. T. als Re- liktföhrenwälder beschriebenen Beständen (vgl. SCHMID 1936; SEIT- TER 1977), trifft man noch auf mehrhundertjährige Bäume, die ein inter- essantes Substrat für verschiedene holzbewohnende Pilzarten abgeben: Antrodia sinuosa Paxillus atrotomentosus Clitocybula lacerata Phaeolus schweinitzii Fomitopsis pinicola 
Phlebia Cornea Gloeocystidiellum leucoxanthum Phellinus pini Gloeophyllum abietinum Plicatura aurea Gloeophyllum sepiarium Stereum sanguinolentum Gymnopilus penetrans Tyromyces caesius Heterobasidion annosum Tyromyces leucomallellus Hyphodontia arguta Phellinus pini zählt zweifellos zu den interessantesten Porlingsfunden an Pinus sylvestris in Liechtenstein. Diese Art befällt ältere Föhren- arten, wobei sie häufig über das Kernholz abgebrochener Äste zum 222 
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