Ob der Fundort dieses auffälligen, grossen Porlings auf liechtenstei- nischem Gebiet liegt ist zweifelhaft. P. badius bevorzugt feuchte, aus- gedehnte Auenwälder, wo er mit Vorliebe an Weiden, Ulmen u. a. Auen- gehölzen parasitiert. So ist als Fundort eher das untere Saminatal, in Vorarlberg gelegen, anzunehmen. In den Auenwaldresten der Rheintalebene ist P. badius jedenfalls an alten Weiden zu erwarten. Er ist, wie alle Poiyporus-Arten, Erreger einer Weissfäule. Polyporus brumalis (FR.) ex STEUD. — Winter-Porling Fundorte: Von RICK (1898 b) «An Laubholz, zumal Erle» im Saminatal an- gegeben. — Nendlerrüfe, 450 m (F 10): 
liegd. Salix cf. aZ&a-Stamm, MFB + SP 1979-11-17, Li 123. — Ruggeller Auenwald, Kanalmündung, 430 m (E 
2): Alnus incana-Ast, MFB + SP + WZ 1980-03-01, Li 239. Saprophyt und Weissfäuleerreger an Totholz, bevorzugt an Laub- holzästen auf dem Boden. Polyporus ciliatus (FR.) ex FR. — Mai-Porling Fundort: Auenwald zw. Schaan u. Bendern, 440 m (B 9): liegd. Safe-Stamm, RW 1980-04-07, Li 321. Ähnlich der vorigen Art und häufig mit ihr zusammen an Reisig und liegenden Laubholzstämmen. Ein typischer Frühjahrsporling. Polyporus .mori (POLLINI) ex FR. — Waben-Porling Fundorte: Ruggeller Riet, 430 m (F 
3): Frangula alnus-Äste, MFB 1979-07-/, Li 1; EW 1980-09-/, Li 443; ferner im Unteren Riet 
an Frangula und Salix, MFB 1979-09-12, 1980-05-09, 1980-06-/, Li 14, 334, 335. — Ruggell, ob Steinbruch Limseneck, 435 m (E 5): 
liegd. Fraxinus excelsior-Ast, GW 1980-07-07, Li 336. — Balzers, Auenwald, 475 m (B 23): 
liegd. Fraxinus-Ast, HS 1980-05-14, Li 473. Das Vorkommen dieser wärmeliebenden, in Europa mediterran- submediterran verbreiteten Art im liechtensteinischen Rheintal spiegelt die klimagünstige Lage dieses Landesteiles wider. Nach der Raster-Ver- breitungskarte in KRIEGLSTEINER & JAHN (1977) kommt P. mori im mittleren Rheintal häufig vor, auch im Schweizer Mittelland und in den Trockengebieten des Alpenvorlandes. Auch am Ostrand der Alpen ist dieser Porling in den pannonischen und subillyrischen Florenprovin- zen verbreitet (PLANK 1978; 1980 c), nördlich des Mains scheint er dagegen zu fehlen (KRIEGLSTEINER & JAHN 1. c). 208 
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