Kosmopolitisch verbreiteter Saprophyt, gelegentlich auch Wundpa- rasit an Laub-, seltener an Nadelholz. In Mitteleuropa gerne an Eichen- holz. Am St. Peter-Brunnen in Schaan beteiligt er sich zusammen mit Daedalea quercina an der Zerstörung des Eichenbalkens (Abb. 12). Phaeolus schweinitzii (FR.) PAT. Fundorte: Schaan, Gafos, 570 m (F 12): 
abgestorb. Larix decidua-Stamm, in 3 m Höhe, EW 1980-02-/, Li 364. Ein weiterer gefährlicher Wurzelfäuleerreger bei Nadelhölzern neben Heterobasidion annosum und Sparassis crispa. Verursacht wird eine Braunfäule in den zentralen Partien der Wurzeln und im unteren Stamm- teil. Mit Vorliebe werden ältere Rotföhren {Pinus sylvestris) befallen, doch auch Fichten und Lärchen werden nicht verschont. Sehr selten trifft man P. schweinitzii an Laubholz. Die Fruchtkörper sind einjährig. Piptoporus betulinus (FR.) KARST. — Birkenporling Fundorte: Von RICK (1898 c) an Birke auf dem Schellenberg angegeben. — Saminatal, Branntweintobel, 1040 m (J 13), GW 1979-09-06, Li 11. — Zipfelwald bei Schaan, 680 m (E 13), MFB+SP 1979-11-17. — Ruggeller Riet, 430 m (F 3), EW 1980-01-/, Li 196. Alle Funde an abgestorb. Stämmen 
von Betula pendula. Ein ausschliesslich an baumförmigen Birken vorkommender, häufi- ger Parasit und Braunfäuleerreger. Die Fruchtkörper erscheinen erst auf den abgetöteten Stämmen und Ästen, meist in grosser Anzahl und nicht selten in Gesellschaft von anderen Parasiten der Birke wie Fomes fomentarius, Fomitopsis pinicola, Daedaleopsis confragosa u. a. Bei mangelnder Waldhygiene brechen oft ganze Birkenbestände unter der Schadwirkung des Birkenporlings zusammen. Frisch gesammelte und getrocknete Fruchtkörper werden gerne für Trockengestecke oder Schaufensterdekorationen verwendet. In der Steiermark fertigt man in manchen Gegenden aus der zähen, weissen Huttrama Schnitzereien an (LOHWAG 1965). Podofomes trogii (FR.) POUZ. Fundort: Gamprin, Lutzengüetlekopf, 650 m (E 6): Wurzel 
eines Abies alba- Strunks, MFB + RW + SP 1980-09-28, Li 419. Ein seltener Porling an Tannenwurzeln mit einer für parasitische Pilze ungewöhnlichen steten Bevorzugung von Tannen über karbonati- 194 
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