Saprophyt und Wundparasit an Laubholz, Weissfäuleerreger. In Mitteleuropa bevorzugt an Buchen. Eurasisch verbreitet, doch eher selten anzutreffen. Die Fruchtkörper sind in frischem Zustand geniessbar. Hericium coralloides (SCOP. ex FR.) PERS. — Tannen-Stachelbart Fundorte: Von RICK (1898 a) auf dem Schellenberg an faulem Laubholz angegeben (Anm.: hier könnte 
eventuell Hericium clathroides (PALL. ex FR.) S. F. GRAY vorliegen, der morphologisch dem Tannen-Stachelbart ähnlich ist, doch an Laubholz vorkommt), von MURR (1918) auf dem Ellhorn bei Balzers. — Vaduz, Beim Wildschloss, 850 m (E 
14): Albies aZ&o-Strunk, MFB 1979-09-16, Li 20. — Plankner Garselli, 1270 m (G 12): 
liegd. Abies alba-Ast, GW 1979- 10-10, Li 54. — Von R. WIEDERIN auf dem Maurer Berg sowie dem Ellhorn bei Balzers gefunden (schriftl. Mitt.). Boreal-montan verbreiteter Saprophyt an Nadelholz, hauptsächlich an abgestorbenen Tannenstämmen oder -Strünken (Abb. 14). Ausserhalb des Tannen-Areals auch an Laubbäumen beobachtet (cf. HARRISON 1973). Hericium erinaceus (BULL, ex FR.) PERS. — Igel-Stachelbart Fundort: Maurer Berg, «Brandfleck», 880 m (H 
8): Abies alba, GW 1979- 10-16, Li 56. Ein seltener Wundparasit an Laubbäumen, bevorzugt an Fagus syl- vatica. Die Wirtsangabe an Abies ist ungewöhnlich und daher eine Ver- wechslung nicht auszuschliessen. Die annähernd kugeligen, bis 7 um grossen Sporen sind dagegen eindeutige Bestimmungsmerkmale. Die Fruchtkörper erscheinen noch nach dem Absterben des Wirtes an lie- genden Stämmen und Ästen. Familie Sparassidaceae Sparassis crispa (WULF, ex FR.) FR. — Krause Glucke Fundort: Maurer Berg, 700 m (H 8): am Boden in einem Buchen-Tannen- Fichtenwald, RW schriftl. Mitt. Wurzelparasit und Braunfäuleerreger an Nadelholz, sehr gerne an Pinus sylvestris. Der Pilz vermag auch in Strünken jahrelang zu persi- stieren und von dort aus neu angelegte Forstkulturen zu infizieren (vgl. SIEPMANN 1977). Die Fruchtkörper erscheinen meist ab Juli auf dem Boden über Wurzeln und werden als besondere Delikatesse gesammelt. 166 
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