Hause gemäss Brief von 1659 nachgesucht (aber etliche Jahre nicht betrieben) mit der Begründung, dass auf der andern Wirtschaft ein fremder Beständer sei, mit dem die Bevölkerung nicht zufrieden wäre und die Gemeinde vermöge ihrer Grösse eine zweite Wirtschaft wohl vertragen möge.19 Johann Bargetze erscheint 1726 als der einzige Ta- vernenzinszahler der Gemeinde Triesen. 1731 erscheint als «Successor» des Joh. Bargetze Johann Ellensohn, Bäcker, der diese Wirtschaft bis 1740 betrieb.20 Dieses dürfte der fremde Beständer sein, den Johann Bargetze bei seinem neuerlichen Konzessionsgesuch 1738 nannte.21 Nach Ellensohn übernahm Martin Gassner diese Wirtschaft, ab 1780 sein Sohn Johann Georg und von da an dessen Sohn Franz Xaver. Diese Wirtschaft war herrschaftliches Lehen und mit der herrschaftlichen Mühle und Säge verbunden.22 Im Jahre 1760 betreibt ein Franz Banzer das Bad Vogelsang und Johannes Frommelt wird als gewesener Badmeister bezeichnet. Im Winter war im Bad droben — das allem Anschein nach zu dieser Jahres- zeit geschlossen war — ein Kesse gestohlen worden, ohne dass man des Diebes habhaft werden konnte.23 In einem Beschrieb des Oberamtes zu Vaduz «über die Erblehen und Grundzins auch andere herrschaftliche beständige Gefälle» erschei- nen unter den Leheninhabern vor 1765 Mamertus Lampert und dann neu Hans Ulrich Banzer. Banzer bezahlte den Lehenzins von 4 fl. bis 1768, während er 1769 bis 1772 restierte.24 Am 25. Juni 1772 kauften Florian und Josef Kindle das Bad von Ulrich Banzer um 235 fl. Doch machte Josef Sprenger (Schwager des Verkäufers Ulrich Banzer) das nach dem Landsbrauch Verwandten zu- stehende Zugrecht geltend. Die beiden Kindle machten jedoch geltend, Sprenger habe erst am 11. Tage, also einen Tag zu spät, durch den Geschworenen absagen lassen, was sie aber nicht mehr angenommen hätten. Sie unterbreiteten den Streit dem Oberamt, weil es sich hier doch 19 RA Verhörprotokoll 1738. 20 RA Landschafts-Urbar S. 42. 21 RA Verhörprotokoll 1738 (S. 205 b); 17. 12. 1768. 22 RA Verhörprotokoll 24.11.1759 gekaufte Mühle und Wasserfassung in Kanal. 23 RA Verhörprotokoll 13. und 15. 3. 1760, S. 38. 24 RA Landschaftsurbar. 124
        

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