dem Herr Konrad daraus im Vorhvfe der Burg Kißlegg eine Wohuuug gab. Marquard verlangte ebenfalls dessen Entsernung. Das Gericht entschied: Will Herr Marquard von seinem Ver- langen nicht abstehen, so 
soll er dem Herrn Konrad künden in der Zeit zwischen dem nächsten Martinstag nnd Weihnachten und Konrad solle dauu eiueu anderen Wächter anstellen und den Volk aus dem Vorhof entfernen. Andere Diener Konrads, Weißhaupt mit Namen, hatten in den Wäldern gefrevelt uud wurdeu vou ihrem Herrn vor Be- strafung geschützt. Das Gericht entschied, die Frevler habeu sich vor Gericht zu stellen. Marquard beklagte sich anch, daß das Gericht zu Kißlegg nicht mit fähigen Richtern 
besetzt sei. Es wurde also deu Par- teien aufgetragen, unfähige Richter durch geeignete zu ersetzen, wie sie es vor Gott verantworten können. Endlich beschwerte sich Marquard auch wegen dem Unterhalt des Torwartes, den er seit Jahren allein habe bestreiten müssen, wie auch die Kosten für Brückenbautcn, endlich wegen gemeinsamer Instandhaltung des Bruunens im Schloßhofe. Das Gericht erklärte die alten Verträge hierüber als noch inkraft stehend 
(Reg. 416). Offenbar war Marquard lauge vou Hause abwesend gewesen, daher diese unerquicklichen Verhältnisse daselbst eingetreten waren. Am 25. Nov. 1438 erhielten die Besitzer vvn Kißlegg durch König Albrecht die Bestätigung ihrer Briese, Gnaden und Frei- heiten 
(Reg. 419). Schou im 
Jahre 1440 ergaben sich zwischen den beiden besitzenden Herrschasten zn Kißlegg wieder nene Anstände, be- sonders über den gemeinsamen Besitz. Marquard v. Kißlegg, Deutschordensritter zu Mainau, Jakob Truchseß zu Waldburg, Reichslaudvogt in Schwaben, und Hans, Vogt v. Summeran zn Prasberg schieden die Parteien. Aus dem vorhandenen Bruch- stück der Urkunde ersehen wir, daß es sich unter anderem auch um die Fischenz handelte, deren Lehenzins seit Jahren die Hüsinger allein einheimsten. Dem Schiedssprüche gemäß mußte von den Fischern der gefallene Pachtzins erforscht uud deu Klügeru ihr Teil zurückbezahlt werdcu.
        

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