— 50 — Stirbt der Stciiger, dem das Gut zu Waltershofen lebens- länglich zu Lehen gegeben ist, so wird das Gut vou beiden Teilen um einen möglichst hohen Zins in Pacht gegeben. So lange der Staiger lebt, erhält Marquard von demselben als Steuer und Dienst jährlich 1 Pfd. und 4 Sch. Heller. Wenn Freibolz, der Alt-Ammann, mit Tod abgeht, erhält von seiner Hinterlassenschast jeder der beiden Brüder die Hülste. An Zwingen, Bännen, Ehaftcn, Leuten und Gütern, die zu Kißlegg gehöreu, soll jeder der beiden Kontrahenten gleichviel bekommen. Bei der Teilung fielen dem Marquard solgende Güter zu: Der halbe Teil der Beste Kißlegg mit Gemüuer, Zimmern, Vor- hof, Wassergraben; die Fischenz in dem Graben, Hof, Häuser uud alle Walduug, darin die Viehtratt geht. Die Rechte an den Wäldern sind gemeinsam wie bisher. Ferner der Burghof, den Benz Müller bebaut, mit Baum- und Krautgarten, der Hof zu Salmensweiler mit dem Weier daselbst, der Maierhof zn Rot, der Hos auf dem Berg, das Gütchen zu Rot, das zum Euzlis, der Hof zu Weitershofen, zwei Güter zu Reipartshofeu, das Gut zu Emelhofen, ferner Güter zu Zaisenhvfen, Niderhorgen, Gopvrai- hofen, Niderwiukel. Lautersee, Bachmühle, Langquauz, Rübgarten, Ganshüner, die Mühle zu Krnmbach, Höfe zu Heldereute, Fellen- bach, Wiggereute, das Hans im Müßlis. Höse zu Oberreute, Jmmeuriet, das Haus zu Wiggereute, der Hof zu Eberharz, Rembrazhofeu, Nidermühle; ferner das Recht am Messenlehen zu Zell, daselbst auch 5 Häuser uud Güter, das Recht „an der Hailigen Häuslin", 2 Höse zu Elharzhofeu, an Geldzinsen 24 Sch. Pfg., endlich an Zehnten: der große und kleine Zehent zu Maieuweiler, zu Remmzhofen, zu Jmmenriet, zu Fromnühle, zu Eberharz, 1 Malter Haber von dem Vogtrecht zu Wilrazhofen, das Hofstatt-Zeheutrecht zu Ripprazhofen, Jmmenriet, Wiggereute, Hellenbach uud Rembrazhofeu. Endlich erhielt Marquard auch ca. 90 Leibeigene, darnnter solche, die nur zur Hälfte ihm ge- hörten (Reg. 415). Da dieser hier aufgezahlte Besitz uur den vierten Teil des Ganzen darstellt, kann man daraus ersehen, wie bedeutend der" ganze Besitz war! Im folgenden Jahre (1438) gab es schon wieder „Miß-
        

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