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- Oberwinkeln, eine halbe Hübe zu Lcmgquauz, ein Gut zu Feld, drei halbe Huben zu Salmeusweiler, ein Pfd. Pfg. Zins vom untern Rübgarten, eine halbe Hübe und ein Schuppus zu Zaisen- hofeu nnd der Hof daselbst, die Salzlehen zu Niederhorgen und drei halbe Huben und eiu Gütchen daselbst, drei Teile des Maier- Hofes zu Zell, der Hof zu Breuberg, der große Zeheut zu Zaisen- hofen und eine halbe Hübe zu Bachmühle; serner die Leute, die zu seiner Hälfte von Kißlegg gehörten. Dieses alles ließ er auf seineu Sohu Marquard IV. über- tragen. Beide Marquarde, Vater und Sohn, baten sodann den Abt um die besondere Gnade, zu bestimmen, daß, wenn der junge Marquard ohue Leibeserben mit Tod abgehen sollte, dessen beide Schwestern nämlich die ehrsamen Frauen Margaretha, ver- heiratet mit Heinrich Vogt v. Summerau, und Anna, verheiratet mit Heinrich v. Reischach, in das Lehen eintreten können, „als ob sie knaben wären". Auch diese Bitte wurde gewährt. Stürbe Märk der Juuge ohne Leibeserben, sollten seine Schwestern Margaretha und Anna mit ihren Ehemännern kommen, das Lehen in Empfang zu uchmeu, bis ihre Söhne erwachsen sind, uud dem Kloster schworen, ihre Dienstmannenpflicht gegen dasselbe treu zu erfülle». Bald nach dem 1. Mai 1392 scheint Marquard III. ge- storbeu zu sein; sein Name wird wenigstens von diesem Tage an in den Urkunden nicht mehr genannt. Jedenfalls hatte er den Tod vor Augen, als er die Lehen seiner Descendenz zusichern ließ. Marquard IV. war mit Margaretha v. Ellerbach ver- mahlt. Am 1. Mai 1392 hatte er offenbar uoch keiue leiblichen Nachkommen, wie aus dem eben erzählten Vorgange hervorgeht. Aber er sollte später Vater von füns Kindern werden, so daß seine Schwestern nicht dazu kamen, das St. Galler Leheu zu erben. Während sein Vater der friedlichen Beschäftigung der Verwaltung seiner Güter ausschließlich sich gewidmet zu habe» scheint, folgte Marquard lV. wieder dem Beispiel seiner Ahnen und der Mehr- zahl seiner Staudcsgenossen. Er trat iu die Dienste des Königs Wenzel. Wahrscheinlich beteiligte er sich aus königlicher Seite an dem Kriege der Städte uud des Erzbischoss von Salzburg gcgeu die Herzoge von Baiern und nach Beendigung desselben an der Befreiung des Königs von der böhmischen Adelspartei. Wenigstens nrknndete König Wenzel unter dem 22. September 1394 zu Pest,
        

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