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- Von 1524—1542 waren die Brüder Hans, Jakob und Endres Schellenberger mit (ihrem Schwager?) Rudolf Schön- dorfer, Besitzer 
des Schlosses Pal bei Wilzhofen zwischen Ammer- see uud Würzsee. Im 
Jahre 1542 kam das Schloß au Georg Thüringer 
(Reg. 624). B u r ka r t v. Schellenberg war 
um 1550 Vizedom in Straubing. Um das 
Jahr 1524 verkaufte ein Haus Scheck die Hofmarch Mürhofeu an Wolf v. Schelleuberg, der sie 
bis 1536 behielt. Ein Hans Scheck erscheint 
dann 1588 mit seiner Fran Maria Schellenbergcriu; 10 Jahre nachher finden wir gelegentlich noch die Schwestern Anna, Judith uud Walpurgis Schellenberger erwähnt. Alle diese waren in Oberoaiern seßhast.') Daß Wilhelm Schellenberger oder v. Schellenberger (s. Jahrb. 
pro 1907 S. 86.) Tölzers Nachkomme war, ist uu- wahrscheinlich, weil vou ihm in den Kißlegger Akten nie die Rede ist, obwohl er schon im 
Jahre 1427, also im Todesjahr Tölzers, Landrichter wnrde. Im 
Jahre 1564 erschienen die Brüder Ma this nnd Simon v. Schellenberg vor dem Reichskammergericht zn Speier und klagten gegen Lewin v. Ende und Konsorten wegen Hiuweguahme der Schelleubergischeu Güter 
(Reg. 667). Leider fehleu die näheren Angaben über die beiden Klüger, über die Güter uud die Ur- sache ihrer Hinwegnahme. Die Herren v. Ende waren Dienst- mauueu des Stistes St. Gallen, wahrscheinlich handelte es sich also um St. Gallische Lehengüter. Die Kißlegger schciueu ihr Ziel erreicht zuhaben; denn die Tölzer werden von jener Zeit an nicht mehr als „von Schellen- berg", sondern nur als „Schellenberger" und „Schellenberg" oder „Schöllenberg" bezeichuct. Wir sindeu sie iu Schwaben, Baiern uud in der Schweiz. Die Schellenberg in Augsburg, welchem Geschlechte unter anderem auch der Kanonikus Magnus Schelleu- berg 
f 1528, der Propst Melchior v. Schellenberg und Propst Jgnatius vou Schelleuberg f 
ca. 1750 angehörten, haben mit un- seren Schellenbergern nichts zu tuu, soserne die Augabeu des Paul v. Stetten in seinem Werke: „Geschichte der adeligen Geschlechter in der freyen Reichsstadt Augsburg" 
(Augsburg 1762) richtig sind. Darnach ist dieses Geschlecht durch Kaiser Rudols II. geadelt ') Bair. ^nti^u-vius von Otto Titan I. 193, II. 171, 255.
        

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