— 31 - ward ein Jahresgehalt von 90 Gulden rheiu. aus der landes- fürstlichen Kammer, Mehl nnd Fntter in Geschäften, Schadlos- haltuug vor dem Feinde uud der herzoglichen Räte Gericht im Falle von Zwistigkeiteu wegen Schadloshaltung. Dem Bestellten stand es frei, einem anderen, dem Herzog nicht feindlichen Herrn zu dieuen.') Im Jahre 1493 wurden von König Maximilian zum Zuge gegen Baiern, unter denen, die nicht Diener waren, auch Konrad v. Schellenberg uud unter den Provisionären anch Jakob v. Schellenberg mit 4 Pferden aufgeboten (Reg. 502). Jakob stand also immer noch in österreichischem Dienst. Ein Sebastian v. Schellenberg war vom 1. Juli 1514 bis 2. Februar 1521 Mautner zn Burghausen (Altbaiern)'). Als in Straßburg die lutherische Reformation eingeführt wurde, hatten die Stiftsdamen (im Stifte St. Stephan daselbst) besonders unter der Aebtissin Auua v. Schellenberg dem Magistrate, der ihnen die neue Lehre aufdrängen wollte, lange Jahre mutigen Widerstand entgegengesetzt. )̂ Diese Anna v. Schellenberg war also Kanonissin oder Augustinerin und später Aebtissin in Straßburg. Sie erschien dreimal als Klägerin vor dem Reichskammergericht: Im Jahre 1528 gegen die Grafen Wolfgang nnd Johann v. Montfort-Rotenfels wegen 50 sl. jährl. Leibgeding; 1535 gegen Friedrich v. Freiberg wegen Zehnten; 1540 gegen einen H. v. Wallbach wegen einer Schuldforderung. (Reg. 667.) Sie starb vor dem Jahre 1540; schon im Jahre 1541 fiel das Stift in die Hände des Magistrates. Sie war ein Nachkomme Tölzers, eine Enkelin desselben. Wir erfahren das sicher aus zwei Aktenstücken des Jahres 1514, in denen wir auch noch einige andere der bisher erwähnten Schellenberger als zur Nachkommenschaft Tölzers gehörig kennen lernen. Märk Schellenberger half im Bauernkrieg als Hauptmann den Aufruhr niederwerfen. Zu Anfang des genannten Jahres erließen nämlich Andres, Jakob, Hans und Märk v. Schellenberg, auch uameus anderer ') Stadthalt. Innsbruck, Schatzarchiv Lade 87 lil,. II. Fol, 881 Nr. 3044. °) Oberbair. Archiv, B. 21. S. 41. 3) Frciburg. Divccsauarchiv, B. 2K S. 225>.
        

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