Das Jahrzeitbuch des Klosters Dießenhofen nennt u»ter dem Jahre 1450 eine Anna v. Schellenberg, die des Hansen Truch- seß genannt Brack Haussrau war uud mit diesem daselbst eine ewige Jahrzeit stiftete (Reg. 437). In dieser Stiftung wurdeu dem Pfarrer des Ortes für das jährliche Verkünden des Jahr- tages 3 Viertel Kernen bestimmt, ebenso 2 Viertel dem truch- seßischen Kaplau, 7 Viertel dem Frühmesser; davon mnßte dieser einen Mutt Kernen zu einer Spende an die Armen backen lassen nnd für 1 Viertel Kernen, Erbsen, Schmalz und Kernen darunter tuu und das siedeu. Psarrer, Helfer, Frühmesser, truchseßischer Kaplan, Trabers Kaplan, Vögelis Kaplan, Müstlis Kaplan und der Schulmeister erhielte» je 2 Schillinge Heller. Der letztere hat dafür mit 4 seiner besten Schüler bei der Vigil nnd dem Seel- amt mitzusingen. Diese Anna v. Schellenberg ist möglicherweise die Tochter Tölzers. Nach Kißlegg und Httfiugeu gehörte sie sicher uicht; auch für ihre Zugehörigkeit zur Wasserburger Linie ist keine Wahrscheinlichkeit vorhanden. Name und Zeit passen sür Tölzer's Anna. Ein Heinrich v. Schellenberg stistete am 23. November 1465 au deu Altar der Frühmesse zn Hüfingen ein Gnt zu Eweutingen zu einer Jahrzeit für ihu, sein Weib Anua, ihrer beiden Eltern und alle Vordem uud Nachkommen mit Seelamt nnd 10 Messen. Seine Gemahlin Anna geb. v. Fronberg vvn Haag stiftete einen Jahrtag mit Vigil und 7 Messen in der Pfarrkirche zn Kiß- legg und dafür'testierte sie als jährliche Abgabe 6 Schessel Korn ans einem Hos zu Jmmenriet (Reg. 465, 596). Wenn dieser Heinrich nicht nach Hüsingen gehört — l)r. Balzer erwähnt ihn nicht — dann kann er nur Tölzers Sohn sein. Bürgerliche Schellenberger, vielleicht Nachkommen Tölzers, werden im 15. und 16. Jahrhundert manche genannt, in Schwaben und in Baiern. Am 24. Januar 1471 präsentierte Gebhart v. Schellcnberg den Priester „Martin Schellenberger" auf die Pfarrei Aindnrnen (Reg. 468). Ein „Bnrkart Schelleuberg" in Mundelfingen ist Ende des 15. Jahrhunderts erwähnt mit seiner Frau Margaretha Utznach. Andreas v. Schellenberg war 1484 mit anderen Schieds- richter wegen Marauard v. Schellenberg zu Sulzberg.
        

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