— 28 — weshalb sein Vermögen an die Kinder seiner Geschwisterten fiel. In seinem 
schon 1388 verfaßten Testamente bedachte er, wie oben erwähnt wurde, ganz besonders die Kinder seines Bruders Berthold uud die seiner Schwester Margaretha v. Königsegg. Die Nachkommen Tölzers III. Als Kinder Tölzers III. nennt uns Dr. Baumann') fünf, nämlich Audreas, Märk, Heinrich, Anna und Gretha. Sie besaßen nach demselben Autor 
zwischen 1423 uud 1430 einzelne Güter in Siggen uud Meggeu. Jedenfalls besaßen sie noch andere Güter von ihrem Vater, der nicht arm war, obwohl die St. Galler Lehen ihnen nicht zukamen. Den jungen Mürk lernten wir bereits kennen, sowie auch deu ältereu Bruder Andreas. Beide hatten sich gegen deu Be- sitzer der audereu Hälfte von Kißlegg und dessen Dienstleute Un- gebührlichkeiten erlaubt, und wurden darob gerichtlich gemaßregelt. Märk 
mußte sich zuerst vor dem Rate der Stadt Wangen stellen, und beide Brüder wurden, 
als sie gegen Marquard IV. von nenem Roheiten begingen, dazu verurteilt, ein Jahr lang Kißlegg zu meiden. DaS war uoch zur Zeit des Lebeus ihres Vaters Tölzer, der gegeu seine Söhne zarter gewesen zu sein scheint, als gut war. Nach dessen Ableben, welches knrze Zeit nach der Rückkehr der gemaßregelten Söhne erfolgte, stellte sich, wie 
Reg. 401 be- weist, die Notwendigkeit heraus, sie, sowie die Söhue Marquards IV. die Einhaltung des Burgfriedens beschwören zu lassen. Nach dem vor 
dem 4. Oktober 1437 eingetretenen Hinscheiden ihres Oheims Mürk II. mnßten sie ohne Zweifel Kißlegg verlassen, da sie ans ein Wvhnrccht daselbst keinen Anspruch machen konnten. Sie scheinen sich nur mehr „Schellcnberger" genannt zu habeu. „Mürk Schellcnberger" war im 
Jahre 1457 österreichischer Unterlandvogt in Schwaben. Als solcher siegelte er 
am 12. Juli desselben Jahres eine Urkunde sür das Kloster Baindt?) Endres (Andreas) Schellcnberger 
nahm 1449 und 1450 an dem Kriege teil, den die Stadt Nürnberg gegen die Burg- grafen vou Nürnberg führte. Er stand also in Diensteu dieser Stadt 
(Reg. 434). ') Gesch. d. Mlgäno II. 594. -) K. Avch. Stuttgan, Reg. von Baindt S. KK.
        

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