— 27 — handenen Bruchstück eines Schiedspruches hervorgeht, der im Jahre 1427, jedenfalls unmittelbar nach Tölzers Tod gesällt worden ist (Reg. 401). In demselben, bestimmen die Schiedleute, uümlich Graf Johaun zu Helfenstein, Berthold v. Stain zn Rönsberg, Hans Konrad v. Bodman und Hans v. Ebersberg, Hauptleute der Ritterschaft zu Schwaben von der Gesellschaft des St. Georgen- schildes: Da Herr Marqnard v. Schellenberg nnd Tölzer v. Schellcnberg zn Kißlegg einen Burgfrieden nach Inhalt eines Briefes geschworen haben, sprechen wir einhellig, daß denselben Burgsried Ulrich und Mürk v. Schellenberg Gebrüder, des Herrn Marquard v. Schellenberg eheliche Söhne, Andreas und Mark, Tölzers v. Schelleuberg Sohne, und alle dieser beiden Parteien Kriegsknechte, die sie jetzt haben oder später durch Erbschaft ge- wännen und in ihrer Verpflegung sind, nnd sosern sie über 14 Jahre alt sind, beschwören sollen, den Burgfrieden getreulich zu halten. — Uebrigens lebte Märk II., Tölzers Bruder, noch, der Mitinhaber dieser Hälfte von Kißlegg. Das Testament beider liegt leider nicht mehr vor. Aber sehr wahrscheinlich sollten krast desselben die Kinder des Benz erst dann in den Besitz ihrer Kiß- legg'schen Güter eintreten, wenn auch Märk II- würde mit Tod abgegangen sein. Es wird dies um so wahrscheinlicher, weil noch im Jahre 1433 Mürk II. an seinen Neffen Konrad zu Hüfingen den Bauhof bei der Feste Kißlegg abtrat (Reg. 407). Tatsächlich treten auch die Hüfiuger erst nach Märks II. Tode als Besitzer von Kißlegg auf, wie wir sehen, werden. Märk II., der „Hanptmann Rüchtig" geuaunt, überlebte seinen Bruder Tölzer noch um manche Jahre. Der uus bekannten Daten seines Lebens haben wir bereits in dem Vorstehenden Er- wähnung getan. Im Jahre 1400 wird er Ritterhauptmaun genannt, im Jahre 1409 war er unter den drei Hauptleuten der Ritterschast des Bezirkes Allgäu und Donau. Sein Leben scheint im Dienste des Soldaten aufgegangen zn sein. Als Zeuge trat er bisweilen mit Tölzer bei Schiedssprüchen und Rechtshandlungen auf. Auch war er in jüngeren Jahren Mit-Vormnnd der Kinder seines f Schwagers Ulrich v. Königsegg gewesen (Reg. 862). Noch im Jahre 1433 verkaufte er die Herrschaft Siggeu au Jtal Humpis zu Navensburg (Reg. 320). Er starb vor Oktober 1437 jedenfalls hochbetagt zu Kißlegg. Kinder hat er nicht hinterlasfen.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.