— 19 
- tag) für die Familie in der Köuigsegg'scheu Kapelle des Klosters Weingarten. Zwischen den friedlichen Beschäftigungen, welche die Ver- waltung ihres Besitzes notwendig machten, betrieben die beiden Brüder Tölzer nnd Märk auch das Kriegshandwerk. Besonders war es der letztere, der sich hierin hervortat. Von seinem ge- wohnten Kommando: „Richt di (ch)!" erhielt er den Spitznamen „Hanptmann Richti". Beide Brüder, überhaupt alle Ritter aus ihrem Geschlechte, schlössen sich dem Ritterbunde des St. Georgen- schildes an, welchen die Adeligen Schwabens gegründet hatteu, teils den Stüdtebünden gegenüber, die mit ihrer wachsenden Geld- macht dem verarmten nnd verschuldeten Adel zuleibe rückten, teils auch um der Macht der Herzoge uud Könige gegenüber ihre Rechte zu schützen, um nicht aus dem Stande der Edlen in den der bloßen Landfreieu herabzusinken. Im Jahre 1392 am 24. Dezember verbanden sich um das St. Georgsbanuer 27 Grafeu uud 430 freie Herren uud Ritter, laut einer Verabredung, welche sie in demselben Jahre bei einem Zngc gegen die Türken in Ungarn getroffen hatten') nnd nach Einvernahme mit dem König und den Kurfürsten. Dabei waren auch 7 Ritter v. Schelleuberg und unter diesen Tölzer und sein Bruder Mürk (Reg. 230). König Wenzel zeigte sich aber den Schellenbergeru, deu Be- sitzern beider Hälften, also Tölzer III-, Märk II. uud Marquard III. für die ihm geleisteten Dienste dankbar. Er erklärte nämlich im Jahre 1394 ihre Herrschaft Kißlegg für ganz frei von der königlichen Landvogtei, also unmittelbar dem Reiche unterstehend. Dadurch erhielten sie fürKißlegg Markt- recht, Gericht, Stock uud Gc> lgeu, also hohe und nie- dere Gerichtsbarkeit in der ganzenHerrschaft(Reg.235). Tölzer geriet in seiner Eigenschaft als Verwalter der den österreich isch en Herz ög en g eh ö ren d enBn r g Ehren- berg in Tirol im Verein mit den Leuten des Klosters Füßen in der Aschau iu eine erbitterte Fehde mit diesem Kloster. Die Ursache war, weil das Kloster mit Genehmigung des Herzogs i) Du- Deutsche» forderte» 
sür sich das Vorrecht, im Kriege gegen die Türke» das St. Georgsbanuer vortragen zn dürfen. Die Böhmen wider- sprachen. Da 
einigtc» sich alle schwäbischen Ritter, jenes Vorrecht zn behaupten.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.