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- Torwart zu unterhalte,.. Nach jedem Jahre wird dariu gewechselt. Kommt eiue Partei dieser Verpflichtung nicht nach, so kaun die andere auf Kosten der Säumigen einen Wächter oder Torwart bestellen mit einem Jahresgehalt bis zn 20 Pfund Heller. Tölzer uud Mark haben als Zeugen und Siegler erbeten ihren Herrn Vetter Ulrich v. Köuigsegg zu Aulendorf und ihren lieben Bruder Benz. , Nachdem so die Teilung geschehen, errichteten die beiden Parteien zu Kißlegg in der Bnrg auch einen Burgfrieden. Hiebet wird mit Märk III. auch sein Sohu Märk IV. als mit- wirkend genannt. Laut dieses Burgsriedens soll kein im Kriegs- znstaud befindlicher von einer der beiden Parteien ohne Wissen und Willen der anderen in das Burg- oder Ortsgebiet von Kiß- legg ausgenommen oder aus demselben entlassen werden. Das Verpfändungs- und Nerkaufsrecht wird vorbehalten; doch mit dem Beding, daß der Käufer oder Pfandherr diesen Burgfrieden ein- gehen muß (Reg. 351 und 353). Die verwaisten Kinder des Benz in Hüfingeu hätten keinen besorgteren Vormund haben können, als sie an ihrem Oheim Tölzer III. tatsächlich hatten. Mit großer Tatkraft nahm er sich ihrer an nnd vertrat ihre Rechte energisch, besonders gegenüber den Blumbergischen Verwandten, die es nicht verwinden konnten, daß der schöue Hüfiugische Besitz in die Hand einer fremden Familie kam. Schon am 6. November 1383 stiftete Tölzer in Ueberein- stimmung mit seiueu Mündelu Konrad, Burkart und Klaranna einen Altar in Hüfingen zum Seelenheil ihres Oheims Burkart v. Blumberg. Als Träger dieser seiner Neffen empfing er 1386 den Hüfinger Laienzehnten vom Kloster Reichenau uud als darob mit den Blnmberg ein arger Zwist entstand, brachte er den Handel im folgenden Jahre zugunsten seiner Mündel zum Abschlüsse. Im Jahre 1388, am Dienstag vor Urbcmi, machten Töl- zer III. nnd sein Bruder Mark ihr Testament. In dem- selben bedachten sie vor allem die Kinder ihres fBru - ders Beuz zu Hüfingen uud ihre Schwester Marga- retha, die Witwe des Ulrich v. Königsegg (Reg. 861). Mark II- war sehr wahrscheinlich unverheiratet, jedenfalls kinderlos geblieben. Tölzer hatte zwar Nachkommen, aber keine ebenbürtigen, weshalb seine Lehen nicht an diese übergehen konnten.
        

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