— 16 — liegt nicht mehr im Rahmen unserer Aufgabe, nachdem eine solche Geschichte bereits vorliegt'). Nachdem Pautaleon ohne Nachkommen gestorben war, ging die Herrschast Kißlegg auf deu Sohn feines Bruders Tölzer II. und Marquard I-, resp, dessen Söhne, über- Tölzer II. hatte nur einen Sohn Marquard III., auch „Klein Märk" genannt uud wahrscheinlich eine Tochter Anna, die mit Wilhelm v. Rot ver- mählt war. Dieser Marqnard III. beanspruchte also die eine Hälfte von Kißlegg. Die andere Hälfte fiel nach Marquards I. Tode seinen drei Söhnen: Benz, Tölzer III. und Marquard II. zu. Als Benz nach Hüfingen zog, wnrde er, wie schon gesagt, mit Sulzberg abgefunden, während Tölzer III. und Marquard II. diese Hälfte vou Kißlegg erhielten. Am 23. April 1381 nahmen die Brüder Tölzer III. und Märk II. einerseits und ihr Vetter Märk III. anderseits die Tei- lung der Burg und der Güter vor- Die Burg wurde in zwei Teile geteilt und genau bestimmt, welche Lokale der einen uud der andern Partei gehören (Reg. 352). Nach der Chronik von Kißlegg erhielten die Nachkommen Tölzers II. den später Wolf- egg'schen, die Nachkommen Marquards I. den jenseitigen Teil des Schlosses. Gemeinsam solle bleiben die Kapelle, der Gefängnis- turin, der Brunnen, die Wege zum Turm,- zum Keller uud vor dem Tor, ferner das Torhaus, die Brücke und die Wege in nnd außer der Burg. Die Güter wurden folgendermaßen geteilt: Märk III. erhielt den Schlinsee und den Grabeu, der um die Bnrg geht, ein Drittel des kleinen Zehnten, der Hof zu Feld mit allem Vieh und Zugehör, feruer ein Gut zu Wittishofen, ein Fnder Zehentheu zu Oberriet, eines zu Zeisenhosen, eiues zu Rippertshofen, eines zu Wosseuriet und ein halbes zum Wolsgelts. Die Brüder Tölzer und Märk erhielten: Den Weiher zu Horgen, eiu Haus zu Zell mit 1 Juchart Acker, ein Fuder Zeheutheu zum Eber- harz, eines zu Zeisenhofeu, '/^ Fuder zu Unterhorgen, sowie den GeHalter an dem Bnrggraben. Die Brüder haben ferner das Recht im Bnrggraben zn waschen und zu träuken uud soviel Wasser daraus zu nehmen als sie notwendig haben. Die eine Partei hat ein Jahr einen Nachtwächter, die andere Partei einen Die Freiherren v. Schellcnbcrg in dcr Baar, von Dr. Engen Balzer. Hüfingen 1904.
        

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