— 6 — Korn, 30 Schweine, 600 Ellen Tnch jährliche Abgabe entrichteten, ferner 20 Schupuzen, die den Lehenzins in Geld und Frischlingen abtrugen. Ueberdies mußten die Leheuleute jährlich im Mai gegen Entschädigung vou 28 Schillingen 4 Fuhrwerke stellen. Jedes derselben-hatte au den Hof des Abtes 1650 Schindeln zu liefern. Im Herbste hatten 3 Fuhrwerke dasselbe zu tun für 21 Schillinge. Ueberdies hatten die Leheuleute dem Kloster die nötigen Fron- dienste zu leisten'). In die Herrschaft Kißlegg gehörten (nach Baumann, Geschichte des Allgäus, II. 115) die Gemeinden: Kißlegg, Svmmersried, Emmelhofen, Jmmenried, Waltershosen und der Ort Einthüruenberg. Das Lehen war erblich, weshalb seine Inhaber Ministerialen des Klosters waren und sich von dem Lehensitz „v. Kißlegg" nannten. Ferner war das Lehen ein gemischtes d. h. auch sür weibliche Deszendenz erblich; daher es nach dem Tode des Ber- thold v. Kißlegg aus seiu einziges Kind, die Erbtochtcr überging. Dies geschah, trotzdem noch männliche Vertreter des Geschlechtes vorhanden waren; denn noch 100 Jahre nachher treffen wir Herren v. Kißlegg an. Noch im Jahre 1360 starb in Chur als Domdekan ein Heinrich v. Kißlegg^). Als die letzten Herren v. Kißlegg, die Inhaber des Lehens waren, erscheinen im Jahre 1273 die Brüder Burkhart und Berthold. Der erstere starb vor dem 1. Juni 1274; denn unter diesem Datnm beurkundete Ritter Berthold, daß er mit seinem Bruder Burkhart seligen Augedenkens, als derselbe auf dem Sterbebett lag, um ihres eigenen und der Ihrigen Seelenheiles willen dem Kloster Salem 15 Mark Silber testamentarisch ver- macht und bis zur Abzahlung dieser Summe Güter zu Summers- riet (bei Kißlegg) verpfändet habe. Gegen Ende desselben Jahres erklärte derselbe Ritter Berthold vor dem geistlichen Richter zu Konstanz, daß er dem Kloster Salem um seines verstorbenen Bruders und der Seinigen Seelenheiles willen 15 Mark vermacht uud diese Summe mit 3 Pfd. Pfg. jährlich bis zur Abzahlung zu verzinsen habe, und daß er sich als Eigenmann des Klosters -) Wiirtt. Urk. B. V. S. 387. 2) Chr. M. Tnor i Reihenfolge der rcsid. Domherren in Chnr, S. 29, 4.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.