XXV gäuge in Schleswig-Holstein, war jedoch seinem Wortlaute nach gar nicht gegen Preußen gerichtet und eine Kriegserklärung des Bnndes ist überhaupt nicht erfolgt. Das Liechteusteiusche Kou- tingent wurde in Wirklichkeit weder gegen Preußen noch gegen dessen Bnndesgenossen Italien aufgestellt, sondern hatte, wie bereits angedeutet, nur die Aufgabe, die über Tirols Greuzeu feindlich eingedruugeneu Garibaldischen Freischärler abwehren zu helfen, was auch iu dem betreffenden Schreiben des Fürsten an den Kaiser von Österreich hervorgehoben worden ist; durch eine der- artige Bestimmung wurde überdies einer Verwendung, des Kon- tingents ans dem nördlichen Kriegsschauplätze vorgebeugt. Ab- gesehen von allen diesen Tatsachen hat Preußen 1867 den regelmäßigen diplomatischen Verkehr mit Liechtenstein wieder auf- genommen und es sind seither wiederholt Staatsverträge abge- schlossen worden, bei welchen Liechtenstein mit dem Deutschen Reich oder mit einzelneu Staaten desselben in diplomatisch- geschäftlichen Verkehr getreten ist, was unter Staaten, die sich im Kriegszustande befinden, doch selbstverständlich ausgeschlossen wäre. Infolge der Auflösung des Deutschen Bundes wnrde Liechten- stein seiner Pflichten als Bundesmitglied enthoben nnd ist seither an einem Staatenbund nicht angeschlossen, steht aber in engen, durch Staatsvertrüge oder anderweitige Übereinkünfte geregelten Beziehungen zu Österreich. Bei den durch die Kriegsereignisse geänderten Verhältnissen löste 
der Fürst im Jahre 1868 das Militärkontingent auf und 
seither ist die Bevölkernng Liechtensteins von Mililärlasten vollständig frei, was weuigsteus in materieller Hinsicht günstige Folgen hatte. Das kleine, früher in den ärmlichsten Verhältnissen gestandene Land hat unter der Regierung des Fürsten Johann ungewöhnliche
        

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