— 153 — Im Jahre 1707 hätten die Landschaften viele Militär- durchzüge. Original im Schaaner G.-A. 
(114). s222 1708 August 27. Urteil des Landgerichtes in Rankweil in der Klage der Rod- und Fuhrleute der Herrschaft Schellenberg gegen Schaan-Vaduz. Danach sollen die Kläger wie bisher von Schaan über das Ried nach Bendern zurückfahren dürfen und haben die Schaaner die neuerlich gesetzten Schranken öder Schlagbäume zu entfernen. Original und Kopie im Eschner G.-A. s223 1708 September 19. Neue Gemeindsordnung von Balzers , und Klein-Mels. Die bisherige (vom 20. Mürz 1687) wird in folgenden Punkten verändert: Die Gemeindsteilung soll nach dem Absterben des Haus- vaters zur Hülste an die Witwe fallen. Hat die Witwe schon einen Sohn von wenigstens 15 Jahren, soll ihr, so- lange der Sohn bei ihr ist, die ganze Teilung zufallen. — Was einer auf eigenem Gut, es sei Roß oder Vieh, wintert, mag er auch auf die Atzung treiben. Was einer nach Licht- meß kauft, ist nicht atzungsberechtigt. Im Frühling darf einer bei Futternot 1—1/̂2 Klafter Heu kaufen. Wenn er mehr kauft, hat er der Gemeinde vom Klafter 3 fl. zu zahlen. — Wenn einer eine Auswärtige heiratet, soll er der Ge- meinde 50 fl. und wenn sie vom Auslande kommt 100 fl. zahlen, oder die Gemeiudsrechte verlieren. Kopie im Balzner G.-A. s224 1712 September 29. Kaiserliches Komm issions-Dekret in mkwria dsUi (span. Erbfolgekrieg). Kardinal Joh. Philipp von Lamberg, ^er- mg.niM krotkvtor, Bischof von Passau ermahnt auf Befehl des Kaisers die Churfürsten, Fürsten und Reichs stände zur Formierung einer starken Armada am oberen Rhein und zur Kräftigung der Operationskassa 1 Million Reichsthaler beizuschafsen und den obersten Kriegsherrn im Kampfe gegen die Franzosen zur Herbeiführung eines bal- digen Friedens zu unterstützen. Alte Kopie im Schaaner G.-A. (116). s225 1712 Oktober 22. Namens des Reichsgräflichen schwäbischen Kolleg-Direktoriums teilen Graf Ferdinand zu Fürsten- berg und Graf Christof zu Zeit dem Grafen, Franz Karl von Hohenems die Kriegslage mit, wonach sich England abgesondert hat und ungünstige Friedensaussichten zur Fortsetzung des Krieges drängen. Hiezu sei eine Million
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.