— 108 — große Anzahl von Urkunden enthält, welche über die finanziellen Wirren in der zweiten Hälfte des siebeuzehuten Jahrhunderts und den finanziellen Niedergang der Grafen von Hoheuems in dieser Zeit Aufklärung geben und iu historischer Beziehung wertvoll sind. Die sich hierauf-beziehenden Regesten bilden eine schätzens- werte Ergänzung zu den Urknndenauszügen aus dem Hohenemser Archive, welche von Professor I. Zösmair und von Hugo Graf v. Waldersdorff in den Jahresberichten des Vorarlberger Musenmsvereins seinerzeit veröffentlicht wnrden (20, 21, 22, 25, 26, 29, 30 und 31). Die in den Gemeinden noch vorhandenen Urkunden sind bis ungefähr Mitte des siebenzehnten Jahrhunderts meist auf Perga- ment geschrieben, später fast ausschließlich aus Papier. Die Siegel fehlen bei sehr vielen Urkunden und sind wohl in die Hände von Siegelsammlern geraten. Die alten Urkunden von Triesenberg uud von Planken haben dagegen zumeist noch die Siegel, was wohl daher rührt, daß diese abgelegenen Orte von Siegelscnnmleru weniger aufgesucht wurden. Zweifellos sind im Laufe der Jahrhunderte eine große An- zahl von Urkunden verloren gegangen, weil eben die entsprechende Fürsorge fehlte. In dieser Hinsicht bleiben die Gemeindearchive anch jetzt noch gefährdet und es wäre wünschenswert, wenn die Gemeinden Vorsorge treffen würden. Der gangbarste Weg wäre auch bei uns, wie das anderwärts schon vielfach geschehen ist, der der Zentralisation. Die Urkundenbücher oder Abschriften von Urknndenauszügen, die in einzelnen Gemeinden noch zu erstellen wären, könnten in den Gemeindearchiven bleiben, aber die Ur- kunden selbst wären am besten im Landesarchiv an feuersicherer Stelle zu deponieren. Das Eigentumsrecht der Gemeinden würde dnrch diese in mehr als einer Beziehung vorteilhafte Maßnahme in keiner Weise beeinträchtigt. Der gemachte Vorschlag wird daher einer weiteren Würdi- gung empfohlen. Was die Einreihung der Regesten anbetrifft, so habe ich eine Gliederung nach Gemeinden unterlassen und das gesamte Urkundeumaterial chronologisch geordnet. Am Fuße der Regesten ist jeweils angegeben, in welchem Gemeindearchiv (— G.-A.) oder bei wel- cher Alpgenossenschaft die betreffende Urkunde liegt, anschließend ist
        

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