- 89 — hl. Messe zu Kißlegg gestiftet hatten, weitere 400 sl. nebst 40 Pfd. Pfg. Der Zins hievvn soll unter 10 wahrhaft arme Unter- tanen dergestalt verteilt werden, daß sie die Obliegenheit haben, jeden Freitag der Litanei nnd der hl. Messe, dann jeden Sonn- tag Predigt nnd Amt beizuwohnen, worauf jeder am Freitag 2 Kreuzer und am Sonntag 4 Krenzer, wöchentlich also 6 Kreuzer durch deu Kirchenpfleger erhalten (Reg. 671). Im Jahre 1525 war Wolfgang baierischer Hauptmaun zn Bnrghansen und Mitglied des BundeskriegsrateS, der den Baueru- aufstcmd iu Baieru zu bewältigen hatte. Als Hauptmaun von Burghauseu stellte er im Jahre 1530 nm verschiedene Güter und Zehnten, die er zu Baun au kaufte, einen Kaufbrief aus. Im März 1538 ueuut Herzog Wilhelm von Baiern ihn seinen Hvsmarschall. Seine Tochter Brigitta heiratete am 8. März des genannten Jahres den Georg von Weichs zu Tasiug, der Hof- marschall uud Rat des Herzogs Ludwig vou Baieru war. Die Heiratsabrede geschah zu Müucheu iu Anwesenheit der beidenHerzoge. Das Heiratsgut der Braut betrug 1500 fl., die vom Bräutigam zu erlegende Widergabe ebensoviel, die Morgengabe 500 sl. Das Hof- marschallamt behielt Wolfgang dnrch viele Jahre. Noch im Jahre 1551 erscheint er unter denen, die den Ouatcmbersold in Empfang nehmen und im Jahre 1554 ist er Leibgedings- (Pensions-) Empfänger. In seinen späteren Jahren bekümmerte er sich wieder mehr um seiue Heimat. Am 13. Jänner 1548 kaufte er seinem älteren Bruder Ulrich seine« halben Teil an der Herrschaft Kißlegg uud Waltershofen ab um 22,000 fl. nnd mit Uebernahme aller auf dem Kaufobjekt haftenden vou Bater Heinrich und Bruder Hans herstammenden Schulden. Nach einer Urkunde vom 10. Oktober 1544 hat Ulrich seinem Bruder, nachdem dieser alle jene Schulden übernommen hat, deu noch haftenden Rest von dem zn bezahlenden Kanfschilling nachgelassen (Reg. 675). Daraus geht hervor, daß die Schulden beinahe dem Kaufpreise (22,000 fl.) gleichkamen. Schon im Jahre 1533 lasteten auf Kißlegg 14.620 fl. Ulrich uud Wolfgang über- nahmen aber in demselben Jahre eine Schuld von 7600 fl., welche Schnld die Aussteuer ihrer drei Schwestern Anna, Agatha nnd Helena war, uud die au dieselben jährlich mit 380 fl. verzinst werden mußte. Somit betrug schon im Jahre 1533 die auf Kiß-
        

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