— 74 — seine Frau Kreszenzia sich wegen der Hälfte von Rißtissen um 5000 fl. gegen Wilhelm v. Stotzingeu. Rißtissen kam dann, wie wir sehen werden, an Ulrichs ein- zige Tochter und Erbin Elisabeth nnd deren Nachkommen/) Am 18. März 1521 bekannte Ulrich v. Schellenberg, Vogt zn Feldkirch, daß ihn Kaiser Karl wegen seiner treuen Dienste zum Rate vou Haus aus mit 6 gerüsteten Pferden mit 300 fl. jährlichem Dicnstgeld bis auf Widerrufen aufgenommeu habe?) Unter dem 3. Mai 1521 erteilte Kaiser Karl V. deu Brüdern v. Schellenberg zu Kißlegg das Privilegium kori. d- h. das Recht selbständiger Gerichtsbarkeit in ihrem Gebiete. Sie selbst unterstanden nun unmittelbar dem Kaiser uud seinem Kammergerichte (Reg. 1099). Im Jahre- 1522 urknndeten Bürgermeister und Rat der Stadt Jsny, daß vor ihnen erschienen sei der edlen, strengen und festen Herren Ulrichs v. Schellenberg, Ritters, Vogts zu Feldkirch uud seiner Brüder Hans uud Wolfgaugs v. Schellenberg zn Kißlegg, der lieben Herreu nnd guten Nachbaren ehrbare Botschaft uud ihnen einen kaiserlichen Freiheitsbrief vorgewiesen habe. Dessen Inhalt ist: Kaiser Karl V. hat angesehen den Dienst, welchen sein Vogt Ulrich zn Feldkirch, Hans nnd Wolfgang, Brüder v. Schellenberg, seinen Vorfahren und dem Reiche getan haben, und hat darum deu drei Brüderu v. Schelleuberg zu Kißlegg und ihren Erben ihres Stammes und Namens für und für die besondere Gnad und Freiheit gegeben, daß sie und ihre Amtleute, Eigeulcute, Hintersaßen, Untertanen und Zugehörigen vvn allen kaiserlichen Gerichten srei sein sollen, und uur vor dem Kaiser selbst oder dem kaiserlichen Kammcrgericht belangt werden können. So für ewige Zeiten. Diesem Frciheitsbrief Zuwiderhandelnde verfallen einer Strafe vou 10 Mark iu Gold (Reg. 636). Im folgenden Jahre (1523) erhielt Graf Hugo v. Mont- fort die Vogtei von Feldkirch. König Ferdinand erteilte seinen Räten Gewalt und Besehl Geld aufzubringen zur Abfertigung des Herrn Ulrich v. Schellenberg von der Vogtei zu Feldkirch, Die ganze Darstellnng über diese Angelegenheit verdanke ich der gütigen Mitteilnng des Herrn Freiherr» v. Stotzingen, der ans verschiedenen Quellen geschöpft hat. s) K. K. Statthalt. Archiv Innsbruck, Schatzarch., L. 88 Nr. 526S.
        

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