Dorfes. Ulrich v. Schellenberg vertrat in dem nun folgenden Rechtsstreite meistens seine Schwiegermutter Kuuegunde vou Stvt- zingen. Auf seine Bitte ernannte Kaiser Maximilian am 20. Sept. 1518 eine Kommission bestehend aus Wilhelm Truchsesseu und Freiherrn v. Waldburg, Fritz Jakob v. Anweil und Johann Schad von Mittelbiberach, welche den Streit schlichten sollten. Die Kommission entschied sich zugunsten der Kunegnnde. Nun appellierten aber die v. Stvtzingen an das kaiserl. Kammergericht. Zu Anfang 1522 erfolgte eiu für Haus v. Stotzingeu günstiges Urteil des Hofgerichts zu Rottweil, worauf dann Kuuegunde ihrer- seits an das Reichskammergericht zu Speyer appellierte. Am 30. Juni 1522 befahl sogar der schwäbische Buud der Stadt Biberach, Ulrich und Sigmund v. Stotzingeu im Besitze Rißtissens gegen Ulrich v. Schelleuberg zu schützen. Am folgenden 26. September wnrde die Appellation vom Reichskammergericht verworfen, da der Advokat der Kunegnnde die Akten nicht bei Zeiten vorgelegt habe. Damit gab sich aber Ritter Ulrich uoch keineswegs zufriedeu. Im April des folgenden Jahres (1523) erwirkte er vielmehr die Er- nennung einer abermaligeu kaiserl. Kommission, welche den v. Stotzingeu befahl, der Kreszeuzia v. Schellenberg nnd deren Schwester Rosiua v. Stotziugen die Hälfte des Dorfes Rißtissen herauszugeben. Da auf dieses Urteil nichts ersolgte und die Stot- zingeu deu Besitz vvn ganz Rißtissen behielten, ernannte Kaiser Karl V. unter dem 19. Januar 1524 eine neue Kommission. Unterdessen war Ulrich v. Schellenberg, nach der Absetzung des Herzogs Ulrich, kaiserlicher Mitregent des Herzogtums Württemberg geworden unter König Fer- dinand. Er hielt sich als solcher zu Eßlingen aus. Am 18. Juui 1524 übernahm Pfalzgras Wilhelm, Herzog vou Baiern die Vermittlung zwischen Ulrich v. Schellenberg und den v. Stvtzingen, deren Partei sich nun zusammensetzte ans Hans und Ulrich v. Stotzingeu und den Söhneu des Ende 1523 ver- stvrbenen Sigmund v. Stotzingeu: Heinrich, Hans, Wilhelm, Sig- mund und Haug. Am 20. Februar und 24. März 1525 ward zu Ulm verhandelt, während Ulrich v. Schcllenberg am 24. Febr. in der Schlacht bei Pavia mit Auszeichnung kämpfte. Uuter dem 28. Mai und 18. Augnst desselben Jahres be- fahl Kaiser Karl V., daß das für Kreszeuzia v. Schellenberg und
        

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