— 62 — Marquard v. Schellenberg zu Sulzberg, der die andere Hälfte vou Kißlegg inne hatte, wegen Teilung von Untertanen, Gütern, Wald und Feld. Ein Schiedsgericht mnßte ins Mittel treten. Im Jahre 1472 leistete Heinrich dem Hans Vogt v. Sum- merau für die 1000 fl. Bürgschaft, welche dessen Frau Margaretha Geßler Aussteuer waren (Reg. 605 uud 606). Nach dem Feldzuge von 1462 wird Heinrich kaum mehr in auswärtige Dienste getreten sein. Wir hören von ihm noch, daß er um 1480 die vou seinen Vorfahren gestiftete Kaplanei St. Katharina zu Kißlegg mit der Pfarrei zu Willerazhofen vereinigte, deren Patronat ihm zustand, so daß der Kaplan zu St. Katharina jene kleine Pfarrei exonrrenäv zn versehen hatte, daß er im Jahre 1484 der Turniergesellschaft vvm Fisch und Falken und im Jahre 1488 dem schwäbischen Bunde beitrat, daß er im Jahre 1494 zweien Lehenleuteu zu Waltershoseu 160 Psd. Heller lieh, im folgenden Jahre dem Grafen Ulrich v. Montfort gegen Wvls von Asch, Vogt zu Gaißliugeu, Bürge war. daß er am 27. Mürz 1496 den Vettern zu Hüfingen 1000 fl. lieh, wofür fie ihm den sog. Randegger Zehent zu Donaueschingen (ein Lehen vom Kloster Reichenau) versetzten. Der Abt Martin von Reichenau gab dazu die Einwilligung unter der Bedingung, daß das Psand innert 10 Jahren zurückgelöst werde. Heinrich war dabei, als am 17. März 1496 der schwäbische Bnnd auf 3 Jahre erneuert wurde. In den Jahren 1494 nnd 1496 beschäftigte Heiurich zwei- mal das kaiserliche Kammergericht, das erstemal im Streite gegen Graf Hans v. Sonnenberg wegen Jurisdiktion in der Herrschaft Wolfegg, das zweitemal gegen Hans v. Sickingen in unbekannter Sache. Hans v. Lindau zu Blumberg, Ritter, Röm. Kais. Maj. uud des Reichs Schatzmeister und Vogt zu Wolkenberg, verschrieb unserem Heinrich, seinem lieben Vetter, am 4. Septbr. 1498 50 rhein. Gulden ab Schloß, Stadt und Dorf Blumberg, auch den Zehnten zu Donaueschiugeu und alles Eigen und Lehen daselbst (Reg. 880). Im Jahre 1502 schloß Heinrich einen Vertrag mit seinem
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.