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- Den Stamm pflanzte einzig Heinrich fort, den wir Hein- rich I. nennen. Er ward geboren am 8. September 1441. Seiue erste Gemahlin war Anna v. Waldburg/) Für diese und für sich stiftete er einen Jahrtag am Altare der Frühmesse zn Hüfingeu und verschrieb dafür ein Gut iu Erwatiugen, das er von Hans Stächelin, Bürger zu Villingen, gekauft hat (Reg. 465). Seine zweite Gemahlin war Ursula Besserer, die Tochter des Leut- kircher Patriziers Besserer und der Elisabeth Umgelter?) Die Heirat geschah am 26. Februar 1473. Sie brachte eiue Heim- steuer von 2000 fl. und eine Morgengabe von 200 fl. Die Ver- sicherung dieser Aussteuer erfolgte durch Heiurich am 3. März 1473. Ursula starb ihm aber schou nach 12 Jahren, am 14. Au- gust 1485. In jungen Jahren machte Heinrich I. auf Seite des Mark- grafen Karl vou Baden nnd des Grafen v. Württemberg den unglücklicheu Feldzug gegen den Kurfürsten und Pfalzgrafen Fried- rich bei Rheiu mit und war unter jeneu, die am 30. Juni 1462 in der Schlacht bei Seckendorf gefangen und nach Heidelberg ab- geführt wurden. Die Führer selbst, der Markgraf v. Baden, der Graf v. Württemberg und der Bischof von Mainz waren unter den Gefangenen. Sie wurden mit Härte behandelt, um dadurch eiu möglichst hohes Lösegeld zn erwirken. Am 17. April 1463 wurde der Markgras seiner Haft entlassen, aber nur gegen große Versprechungen. Für die Einhaltung derselben mußte er 36 Ritter als Bürgen stellen. Unter diesen befand sich auch Heiu- rich v. Schelleuberg. Sämtliche gefangene Edelleute mußten bei ihrer Freilassung am 20. April 1463 einen Revers ausstellen, nicht mehr gegen den Psalzgrafen Friedrich zu kämpseu, sich der erlittenen Gesangenschaft wegen iu keiner Weise an ihm zn rächen, auch während der noch fortdauernden Streitigkeiten des Herzogs Ludwig v. Baiern mit dem Kaiser und den Bischöfen von Bam- berg uud Würzburg „stille zu stehen" und nichts zu uuteruehmeu (Reg. 464). Im Jahre 1471 hatte Heinrich Anstünde mit seinem Vetter )̂ Nach Gabclkovcr. )̂ Elisabeth war die Tochter des Niklans Umgelter, Bürgermeisters zu Ulm.
        

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