XIII wie als Feldherr, unvergeßlich als Nevrgauisatvr des österreichischen Geschützwesens, starb 1773 vhne Leibeserben; die Besitzungen des fürstlichen Hauses gingen an die zwei Söhne seines Bruders Emannel, 
deu Fürsten 
Franz Josef und den Fürsten Karl über, von deueu jener das große Hauptmajorat nebst der Re- gierung des Fürstentums, dieser, später Feldmarschall, das für die jüngere Linie gestiftete Majorat Mährisch-Krvmau') antrat. Dem Fürsten Franz Joses, der die vielgepriesene Liechten- steinsche Knpferstichsammlnng anlegte, snkzedierte 1781 sein Sohn Fürst Alois I., der Gründer der großen Liechtensteinschen Fideikommißbibliothek, und 1805 des Letztereu 
Bruder, Fürst Johann I., dessen überaus tateureiches, mit großen Weltereignissen verknüpftes Leben von Criste erst jüngst so anziehend geschildert worden ist. -) Die gewaltigen politischen Umwälzungen, 
die sich zur Zeit Johanns I. in Deutschland vollzogen, übten auch auf das Reichs- fürstentum Liechtenstein ihreu Einfluß nnd bewirkten wiederholt eine Veränderung seiner staatsrechtlichen Stellung. Dem im Jahre 1806 gegründeten Rheinbund wurde von Napoleon gegen Wunsch nnd Willen des Fürsten, der bei den betreffenden Verhandlungen gar nicht vertreten war, auch das Neichsfürstentum Liechtenstein zugezogen, das nuumehr, losgelöst von dem bisherigen Reichs- verbande, ein souveräner Staat wurde. ') Im Besitze desselben befand sich zuletzt der Erste Obersthosmcistcr des Kaisers, General der Kavallerie Rudolf Fürst von Liechtenstein, der am 15. Dezember 1908 gestorben ist. -) Oskar Criste, „Feldmarjchall Johannes Fürst vvn Liechtenstein". Herausgegeben und verlegt von der Gesellschaft für neuere Geschichte Öster- reichs. Wien 1905. — Eine ergänzende Darstellung über das nachdrückliche. Wirken deS Fürsten für sein Land bietet der im Jahrbuch deS historischeu Ver- eins siir das Fürstentum Liechtenstein, V, 1905, nnd auch als Sonderabdruck erschienene Nnffatz des Verfassers gegenwärtiger Abhandlung! „Fcldmarschall Johann Fürst von Liechtenstein und seine Regiernngszeit im Fürstentum".
        

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