Zusammenfassend: Der im Norden, Westen und Süden (im Osten befindet sich der Kleinlochbach) anstehende Moränenkies zeigt, dass der hier vorliegende Siedlungsplatz sehr klein ist und Platz für höch- stens zwei bis drei Hütten bietet, welche wir uns im Bereich von F IX, F II und etwas südlich davon zu denken haben. Wir können annehmen, dass der Abhang schon ursprünglich so steil war (was v. a. das ineinan- der gerutschte und verstürzte Material zeigt), und dass die prähistori- schen Siedler gezwungen waren, die wenigen Gebäude terassenförmig anzuordnen, dass diese Terrassen wahrscheinlich sogar künstlich erwei- tert oder zumindest befestigt waren. Jedenfalls ist eine Ansammlung grosser verstürzter Steine schon in Schnitt I zu erkennen und zieht sich dann auf gleicher Höhe durch F VII und F VIII/IX quer dem Hang entlang, was doch einer Länge von etwa lim entspricht und nicht durch Zufall entstanden sein kann. ; FUNDMATERIAL Die Funde innerhalb der verschiedenen Abstiche sind zu einer strati- graphischen Trennung des Materials aus folgenden Gründen nicht ver- wendbar: durch die steile Hanglage des Siedlungsplatzes sind die Schichten z.T. abgerutscht, z.T. ineinander verkrochen, so dass das Fundmaterial durcheinander geraten ist und die stratigraphische Ab- folge mit der chronologischen nicht mehr übereinstimmt; durch jüngeren und älteren Baumbestand zeigen sich ebenfalls starke Störungen der Schichten; der ehemalige Geländelauf konnte bei den Abstichen nicht berücksichtigt werden; die Mächtigkeit der Schichten wechselt stark (20 — 90 cm). Aus all diesen Gründen werden bei der folgenden Vorstellung die Funde nicht nach Schichten getrennt, sondern in Materialgruppen ein- geteilt und, wo möglich, mit Hinweisen auf typische, eventuell datie- rende Merkmale versehen. Keramik Vom Keramikmaterial der Sägaweiher-Siedlung sind etwa 2400 Fragmente erhalten, welche sich auf ca. 560 verschiedene Gefässe ver- teilen lassen. Durch das Abrutschen am Hang und den Versturz sind die 65
        

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