— 294 — 239. Avignon, 1336 Juli 15. Bischof Gaucelinus von Albano, päpstlicher Bussrichter beauftragt den Abt von Weissenau,1 das Kloster Weingarten von dem Banne zu lösen, das entschlossen ist, dem falschen Glauben Ludwig des Bayern,2 seiner Gönner und anderer Schismatiker abzuschwören. Es hatte die Urteilssprüche des Papstes gegen Ludwig treu befolgt doch weiland Graf Heinrich von Werdenberg,3 solange er lebte, des genannten Ludwig von Bayern Landvogt jener Gegend f«henricus de Wer- denberg quondam Comes, dum uiuebat Aduocatus dicti ludouici de Bauaria, in Ulis partibus generalis. . 
») in dessen Herrschaftsraum das genannte Kloster samt seinen Einkünften und Gütern gelegen ist, hatte mit seinen dortigen Helfern den Abt und Konvent durch Wegnahme zeitlicher Güter und Drohungen gegen standhafte Männer ungefähr durch zwei Jahre zum verbotenen öffentlichen Gottesdienst gezwungen. Original im Hauptstaatsarchiv Stuttgart B 515 Kloster Weingarten n. 104. — Italienisches Pergament 24 cm lang X 45,1, Plica 5,6 cm. — Liniert, Ränder Ii. und re. doppelt abgegrenzt. — An roten Seidenschnüren in gelber teilweise abgebrochener Wachspfanne ovales Siegel 6,8 cm u. 4,0, rot, Bischofs- statue mit Stern, darunter ovales Wappenschildchen mit zwei Löwen nach re. übereinander. Umschrift: SIGILLVM : GAVCELINI : DEI : GR - ACIA: EPIS- COPI : ALBANENSIS 
— Rückseite: «Abbati Augiae minoris datur potestas ab- soluendi PP. et FF. Wingartes. Sub Benedicti XII Circa Annum 1336 15. Julii» (17. Jahrh.); «xxviii» (verblasst, 17. Jahrh.); «24.27. 
19» (Blei, 18. Jahrh.); «104» (blau, modern). 1 Weissenau bei Ravensburg. 2 Ludwig der Bayer f 1347. 3 Heinrich von Werdenberg-Sargans-Albeck-Schmalegg, Bruder Hart- manns III. von Vaduz.
        

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