— 293 — 238. Konstanz, 1334 August 24. Marquard von Schellenberg1 (« Marchwart von Schellenbercih»^ verzichtet auf das Lehen, das ihm Herzog Alb- recht2 und Herzog Otto3 von Österreich geliehen hatten, das vorher Berchtolt von Heudorf'1 innegehabt hatte, nämlich ein Steinhaus zu Win- terstetten5 samt einem Baumgarten und einem fischrecht daselbst sowie die Höfe zu Niederessendorf6 und was dazu seit alters gehört hat. Die Briefe der Herzoge, die ihm verbrannt und verloren gegangen sind und auch alle Gültbriefe sollen kraftlos sein. Original im Hauptstaatsarchiv Stuttgart B 31132 österreichische Lehen n. 153. — Pergament 12,7 cm lang X 22,7 — 23,1, Plica 1,7 cm. — Initiale über sieben Zeilen. — Siegel in graugelber Wachspfanne hängt an Pergamentstreifen, rund, 2,7 cm, rot, im Siegelfeld zwei sich gegenüber sitzende Frauen — die eine vor einem Strauch — die sich die erhobene Rechte reichen, mit der Linken den Spitzovalschild halten, auf diesem zwei Querbalken (Mitte und Spitze), unter dem Schild sitzender Hund nach re. Umschrift: + S' MARQVARDI DE SChEL- LENBERG 
— Rückseite: «Ein brief wie sich Marquard von Schellenberg entzech der brief vnd ditz Schenilins ze 
wintersteten» (15. Jahrh.); «1334» (17. Jahrh.); «e/129 
N» (17. Jahrh.); «e 1: 
81» (18. Jahrh.); «3/107 
W» (rot, 19. Jahrh.). Regest: Büchel, Regesten z. Geschichte d. Herren v. Schellenberg V, Jahrbuch d. Hist. Vereins f. d. F. Liechtenstein S. 74 n. 830 (aus handschriftl. Notizensammlung im Hauptstaatsarchiv Stuttgart). Erwähnt: Büchel, Geschichte der Herren von Schellenberg, Jahrbuch d. Hist. Vereins f. d. F. Liechtenstein 1907 S. 81. 1 Marquard II. von Schellenberg-Wasserburg, ehemals Landvogt, letzter Schellenberger im Besitz von Eschnerberg. 2 Herzog Albrecht von Österreich f 1358. 3 Herzog Otto von Österreich fl339. 4 Heudorf, Burg im Kr. Stockach BW. 5 Winterstettenstadt, nnw. von Waldsee BW. 6 Unteressendorf, nnö. von Waldsee.
        

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