31. August 1979. Sie wurde wieder von Dr. Jakob Bill im Einverständnis und in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Landesmuseum in Zürich geleitet. Am 25. August fand eine Besichtigung der Ausgrabung durch den Vereinsvorstand und den Gemeindevorsteher von Schellen- berg, Edgar Elkuch, statt. Im Burginnern wurde bis auf den anstehenden Fels gegraben. Eine ungestörte urgeschichtliche Strate zeigte sich prak- tisch nicht, doch sind zahlreiche eindeutige Funde, wie Steinbeile und Keramik, aus dieser Zeit vorhanden. Weitere Fundobjekte, so viele Ofen- kacheln von vierschiedenen Öfen, verhältnismässig wenig Gebrauchs- keramik, Eisenteile, massenweise Knochen und einige Münzen aus dem Mittelalter werden nach eingehender Untersuchung weitere Informatio- nen zur Geschichte der Burg liefern, deren älteste Teile ins 13. Jahr- hundert zu datieren sind. Nachdem die Grabungen im Innern der Burg bis auf die Untersuchung des Backofens und des Toreinganges auf der Südseite abgeschlossen sind, sollen 1980 die Baureste in der Umgebung freigelegt und die gesamte Anlage konserviert werden, so weit dies nicht schon geschehen ist. In den Jahren 1978 und 1979 wurden mehrere ehemalige Kalköfen entdeckt, so in Hinterschellenberg, in der Spania, Vaduz, in Gamprin und zuletzt noch ein solcher in der Nähe der Burg «Alt-Schellenberg». Es liegen noch frühere Fundberichte über Kalköfen vor, so dass eine zusammenfassende Publikation über die Aufbereitung von Grubenkalk und das Vorkommen von Kalköfen in Liechtenstein ins Auge gefasst wurde. Ausgrabung bei der Pfarrkirche in Eschen Die Untersuchungen dauerten von Anfang April mit Unterbrechun- gen bis zum Jahresende. Der Chor der 1893 — 94 abgebrochenen Kirche war bereits 1974 — 76 anlässlich der archäologischen Untersuchungen bei den Pfrundbauten freigelegt worden, während die westliche Begren- zung des Baues bei den Vorbereitungen zur Kirchenrenovation aufge- nommen werden konnten. Die im Jahr 1979 durchgeführten Grabungen haben eine äusserst komplizierte Abfolge von Bauten ergeben, da meh- rere aufeinanderfolgende und ineinander verzahnte Bauperioden zeitlich zu trennen waren. Die frühesten Funde gehen in das erste nachchrist- liche Jahrhundert zurück und gehören vermutlich zu einem Profanbau. Im 6. Jahrhundert stand dort eine Kirche aus Holz. Es folgen Kirchen- 229
        

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