Funde von Keramik unterhalb des «Krüppel» ob Schaan Im Mai 1979 sind Klaus und Erich Ospelt aus Vaduz bei einer Wanderung etwa 100 — 150 m unterhalb des Krüppels gegen die Rufe hin auf eine Stelle gestossen, an der offensichtlich zur Gewinnung von Erde der Boden geöffnet worden war. Einige Scherbchen erheischten ihre Aufmerksamkeit. In der Folge kam es dort zu einer kleinen Son- dierung, bei der weitere Scherben, ein Eisenring von fast quadratischem Querschnitt und mehrere Knochen (vereinzelt auch kalzinierte) und Zähne geborgen werden konnten. Der Fundort liegt nicht in der direkten Fallinie des Krüppels, und es kann sich daher nicht um herunterge- worfenen Abfall handeln, obschon die Situation dies nahelegen könnte. Die humose, auch Holzkohlestückchen enthaltende «Kulturschicht» füllt in zwei durch eine kiesigere Zwischenschicht getrennten Lagen eine Mulde auf. Diese Mulde hat hangwärts eine steile Neigung und verläuft talseits fast horizontal. Die heutige Oberfläche besitzt eine gleichmässige Schräge. Obschon 3,4 m lang, hat der Schnitt keine Hinweise auf an- thropogene Strukturen ergeben. Auffällig ist auch, dass die «Kultur- schicht» gleichmässig mit Funden durchsetzt ist. Dies deutet auf um- gelagertes Füllmaterial hin. Einige Scherben sind durch ihre charakte- ristische Profilierung dem frühlatenezeitlichen Schnellerhorizont zuzu- schreiben. Jakob Bill 222
        

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