Abb. 2. 1 Eschen «Malanser», 2— 3 Balzers «Gutenberg». M 1 : 1 einer leicht kugeligen Fusszier und gerade dem Ansatz des Fusses (Abb. 2,2) sowie eine Bügelpartie mit Bügelendknoten und einem Teil der Federwindungen (Abb. 2,3). Der Bügel besitzt als charakteristisches Merkmal eine geperlte Leiste. Die nächstgelegenen ähnlichen Exemplare wurden in Tamins GR (Primas 1974, Abb. 12,7) und in Chur GR Markthallenplatz (Conradin 1978, Abb. 75,13) gefunden und sind be- sonders im Tessin familiär. (Abb. 4). Der wohl nordlichste Fundort ist Grab 49 vom Dürrnberg bei Hallein (Penninger 1972, Tf. 49, Bl), der insofern wichtig ist, als auch das Kettchen der Fibel vom Krüppel Be- ziehungen dorthin aufweisen könnte. Ein weiteres Fibelfragment wurde auf dem Malanser bei Eschen als Einzelfund aufgelesen (Graf 1957). Dieses Exemplar, wie auch jenes vom Gutenberg, besitzt einen in drei Wulstsegmente gegliederten Bügel- endknoten. Beide scheinen ehemals von annähernd gleicher Form ge- wesen zu sein. Das Stück vom Malanser (Abb. 2, 1) besitzt einen auf- fallenden Fuss, der sich unschwer in die bekannte Serie der Tessiner Variante mit einem Nadelhalter, der annähernd die Form eines recht- winkligen Dreiecks besitzt (Primas 1967, S. 114), einreiht. Hier trifft auch die Dekoration mittels v-förmig eingefeilten Kerben am Übergang von Fuss zu Bügel zu, die dagegen beim Fibelneufund vom Krüppel fehlt. Auf dem Montlingerberg bei Oberriet SG wurden verschiedentlich Reste von weiteren Certosafibeln gefunden. Für die chronologische Einstufung interessiert vor allem das einzige in direktem Fundzusam- 215
        

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