malen dem Wilde schädlich wird, und in der Folge bey dem Auftriebe des Viehs in den Alpen noch gefährlicher werden kann. Nach der Angabe des in Frastanz aufgestellten Baron Sternbachi- schen Grossjägers soll dieses Raubthier beständig über die Grenzen zwi- schen dies- und jenseitigen Gebiete wechseln, wodurch seine Vertilgung erschwert wird. Nur durch ein gemeinsames Zusammenwirken kann den weiteren Verherungen dieses Thiers vorgebeugt werden, und man sieht sich daher aufgefordert, das Wohllöbliche Oberamt geziemend zu ersuchen, auf den 21ten dies, auf welchen Tag die diesseitigen Forstjäger und Schützen zu einem Streifzug auf das Raubthier nach Frastanz beordert sind, auch jenseits gleiche Anstalten zu treffen, und eine Anzahl Schützen auf be- merkte Gegend auf den Grat abzuschicken. Übrigens hat man den diesseitigen Jägern und Schützen den ge- messensten Auftrag gemacht, bei diesem Zuge, wenn aus jenseitigem Forste einiges Gewild über die Grenze wechseln sollte, sich sorgfältig vor allem Jagdfrevel zu hüten, und man wünscht in dieser Rücksicht, dass ein dortseitiger Jäger sich an bemerktem Tage in aller Frühe in Frastanz einfinde, und den Zug begleite. Unter Versicherung gleicher Amtswillfährde verharret mit voll- kommenster Hochachtung Bludenz, den 17ten März 1812 das Königl. Bayerische Landgericht Sonnenberg». Schon blosse Vermutungen über letzte Auftreten des Wolfes lösten umfangreiche Papierkriege aus. Im April des Jahres 1821 glaubte man beispielsweise in Nenzing dem Wolf auf der Spur zu sein (nach Schallert, Mskrpt. GA Nzg., fasc. 18). Doch trotz der vom Landgericht Sonnen- berg ausgeschriebenen 200 Gulden Schussgeld konnte er nicht zur Strecke gebracht werden. Im Jahre 1835 wurde sodann «am hängenden Stein» bei Bludenz der vermutlich letzte Wolf in Vorarlberg geschossen (10). Damit stirbt dieses Grossraubwild als erstes vor Luchs und Bär in der Region aus. 202
        

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