Mantua Anfangs der dreissiger Jahre griff Frankreich erneut an, diesmal im Bündnis mit Karl Emanuel III. von Piemont aus dem Hause Savoyen mit dem Titel «König von Sardinien». Kaiser Karl VI. entschloss sich, ein Bündner Regiment aufstellen zu lassen, und Feldkirch war einer der beiden Werbeorte. Aus der nachbarlichen Werbung heraus ist es wohl zu verstehen, dass viele unserer Landsleute in österreichischen Dienst traten, und zwar vor- wiegend Schaaner. 1733 war das Regiment komplett, und Oberst Graf Franz von Schauenstein übernahm das Kommando. Es kam sofort zum Einsatz und wurde 1739 aufgelöst. Die vereinten Truppen Frankreichs und Piemonts siegten 1733 und 1734 bei Parma und Guastalla und eroberten auch das Herzog- tum Mailand. Nur das kleine Herzogtum Mantua hielt stand und blieb österreichisch. In den Kämpfen um dieses Mantua sind neun Schaaner gefallen! Ein Schaaner und ein Balzner sind in Cremona gestorben. Feldprediger in diesem Regimente war Norbert Kaufmann aus Balzers, der spätere Abt von St. Luzi in Chur. Kämpfe in Savoyen-Piemont Frankreich nützte die Notlage Österreichs aus, das im Erbfolge- krieg gegen Preussen in grösste Gefahr geraten war, und suchte zu- sammen mit den beiden Bundesgenossen, dem bourbonischen Spa- nien und Neapel, die Oberherrschaft in Oberitalien zu gewinnen. König Karl Emanuel von Sardinien, zehn Jahre vorher noch auf Seite Frankreichs kämpfend, schloss sich im neuen Kriege den Öster- reichern an, da er - wohl mit Recht - fürchtete, dass Frankreich seine Besitzungen Savoyen-Piemont annektieren könnte. Wieder ent- schloss sich Österreich (Kaiserin Maria Theresia), mit Werbeorten Feldkirch und Meran ein Regiment anwerben zu lassen. Es war 1743 bis zur Auflösung 1749 in Dienst in Oberitalien, zuletzt in Mailand und stand zuerst unter dem Kommando des Obersten Salomon von Sprecher, dem Ulrich Buol von Strassberg folgte. 22
        

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