nach seinen eigenen Angaben, nur noch mit Verlust arbeitete. Darüber belehrt die von ihm unterbreitete Kostenaufstellung, die wie hier im Wortlaut folgen lassen: «£5 kostet mich selbst jedes Fass ohne Steinbruch oder Recognition fürs brechen und die Steine ans Land zu Schlitten f 1.33 xr dem Gipsmüller Mahlerlohn —.16 das leere Fass in Rankweil, Feldkirch, Klaus, Altenstadt Ankauf —.36 Fuhrlohn hierher —.8 Für Reife und Binderlohn —.12 für Nägel hierzu —.4 Fuhrlohn von den Steinen bis zur Mühl, dann von der Mühl auf den Rhein —.30 den Flössern bis Rheineck Flösserlohn 1.21 In Rheineck Aufladerlohn und Reparationskösten . . —.13 Lagergeld, dann dem Speditor —.8 Zoll daselbst . —.2 Schifflohn über den Bodensee —.30 Karrengeld den Aufgestellten —.6 Wann ferner der Zoll in Höchst, welcher wie seinem wohllöbli- chen Oberamt bekannt, erst bei dem kaiserl. u. königl. Kreisamte in Bregenz ausgemacht werden muss, dann meine diesfälligen Reisekosten und die übrigen unbestimmten Auslagen aller Art, die die Interessen vom Geld, welches ich über Jahr und Tag vorher auslegen muss, dann die Interessen von dem Kapital, welches auf der Mühl liegt, und endlich die nicht unbeträchtlichen Reparations- kösten an Mühlsteinen, Eisenwerk etc. in Anschlag genommen wer- den, so zeigt es sich, dass ich nicht nur für alle meine Mühen nichts habe, sondern noch bey diesem Geschäft ziemlich verliere.» Rheinberger erklärte noch dazu, er möchte den Betrieb, um die Kundsame nicht zu verlieren, im kleineren Rahmen weiter führen und erklärte sich bereit, anstelle der bisherigen Abgaben für die Gipsbrüche und das Mahlen sowie den Ölschlag einen Zins von jährlich 50 Gulden zu bezahlen. Das Oberamt berichtete der Fürstl. Hofkanzlei über das Vorbringen Rheinbergers und gelangte angesichts des Umstandes, dass die Unter- tanen vom Triesenberg 800 bis 1000 Gulden am Gipsgeschäft verdienen, zum Ergebnis, es sei immerhin besser dem Ansuchen zu entsprechen, als gar den Betrieb aufgehen zu lassen. Es kam dann schliesslich doch noch am 20. Juni 1806 zu einer Vereinbarung. 185
        

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