d) das Recht, bei eintretendem Wassermangel durch Röhren in die vorher angeführte Leitung den Grosslochbach aufzuneh- men, jedoch nicht durch Gräben und nur zur Zeit der Wasser- not, damit keine Rutschen verursacht werden. Franz Schenk und Fr. Jos. Gstöhl verpflichten sich hiefür mit einer jährlichen Pachtzinssumme von 15 Fl. (sage: fünfzehn Gulden ö. W.) an die Gemeindekasse zu Eschen. Das zu errichtende Werk haftet der Gemeinde für die Einbringlichmachung dieses Pachtzinses. IL Zu jeder Reparatur oder Änderung der Leitung, sofeme sie auf dem Gemeindeboden ausserhalb des Bauplatzes vorgenommen wird, muss vorher die Bewilligung der Gemeindebehörde eingeholt werden. Im Falle der zu starke Abfluss des Wassers (d. i. des herzuleitenden Bühl- baches) für den Güterstand der unterliegenden Ortschaft Nendeln Nach- teil bringen könnte, so haben die Bauunternehmer den Abzugsgraben an den bedachten Stellen rechtzeitig zu öffnen und nöthigenfalls nach dem Gutachten einer sachverständigen Commission durch Erstellung von Mauern und Dämmen zu sichern. An jenen Stellen, wo die Leitung über den Bergabhang geführt wird, ist bei der Anlage der Leitung mit möglichster Vorsicht vorzugehen, damit nicht Rüfen oder Rutschen ver- ursacht werden. Sollten aber solche Fälle eintreten, die nachweislich der Wasserleitung halber entstanden wären, so haben die Bauunternehmer die Verpflichtung, diese wunden Stellen durch zweckmässige Schutz- bauten als Sperren u. Verflechtungen etc. etc. zu schützen, das vergrös- sern derselben zu verhindern und nach Angabe der Gemeindebehörde zu bepflanzen, wozu jedoch die Gemeinde die Pflanzen liefert. Über- haupt wird noch bemerkt, dass die Leitung nur in dem Masse gehalten und angelegt werden darf, dass sie weder für Privaten noch für die Ge- meinde gefahrdrohend werden kann. III. Sollte das Werk früher oder später eingehen, so ist der erwähnte Platz und der Wasserfall Eigentum der Gemeinde Eschen, im Falle aber, dass Franz Schenk und Fr. Jos. Gstöhl das Geschäft an einen andern Be- sitzer veräussern würden, so haben die neueinstehenden Werkführer sich neuerdings bezüglich des jährlichen Pachtzinses für Bauplatz u. Wasserrecht abzufinden. IV. Die Säge soll zu jeder Zeit in brauchbarem Zustande erhalten wer- den; das Eingehen derselben räumt der Gemeinde das Recht ein, auf 167
        

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