tum Mantua österreichisch, 1714 folgten das Königreich Neapel und die Lombardei (dem Herzogtum Mailand entsprechend) sowie Sardinien, 1720 Sizilien. Österreich stand auf dem Höhepunkt seiner Macht in Italien, die es allerdings nicht lange bewahren konnte. Nun sollen die Einsatzgebiete unserer Söldner im 18. Jahrhundert dargestellt werden. Viele unserer LaJidsleute haben im 18. Jahrhundert in Bündner Regimentern gedient, die von Österreich angeworben waren, die er- sten wohl im Bataillon des Obersten Johann Anton Freiherr Buol von Rietberg und Strassberg (1704-1714), das in Italien gekämpft hat. Bemerkenswert ist, dass das Haus Habsburg die Schweizer immer bald verabschiedet hat, wenn die Kämpfe abgeflaut waren - es fehlte einfach bei den Einsätzen an den verschiedenen Fronten das Geld. Im Haus-, Hof und Staatsarchiv in Wien (Helvetica, Faszikel 223) gibt es ein Gutachten aus dem Jahre 1701, warum Werbungen in der Schweiz Aussicht auf Erfolg haben würden. Die Begründung gilt auch für unser Land: «Gleichwie in der Schweiz eine grosse Menge von jungen Leuten, hingegen aber die Lebensmittel, welche das Land hergibt, zur Unterhaltung so vieler Leute nicht zulänglich sein und die wenige Beschäftigung, welche dieses Volk in seinen Landen hat, alles dieses ist ein starker Antrieb und verursacht, dass die Schweizer fremde Dienste suchen und annehmen müssen.» Korsika Die Insel stand unter der Oberhoheit der Republik Genua, die ihrerseits unter französischem Einfluss war. Durch vierzig Jahre, von 1628 bis zum Verkaufe an Frankreich im Jahre 1768 tobten auf Korsika schwere Aufstände der Inselbewoh- ner, welche die Erringung der Selbständigkeit zum Ziele hatten. Schon am Ende des 17. Jahrhunderts stand das Regiment Paul Sprecher von Davos in genuesischen Diensten. Im österreichischen Erbfolgekrieg (1740 bis 1748) war Oberst Jost von Zizers Kom- mandant eines Regimentes, und 1757 wurde das Regiment Janett aufgestellt und von Frankreich bezahlt. Die acht unserer Landsleute, deren Tod mit «Corsica» angegeben ist, haben sicher unter diesen Bündner Einheiten gedient. 19
        

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