zungen namentlich um den Komplex Schwarzkosteletz in der Nähe Prags.118 Eine seiner Töchter, Franziska, vermählte sich mit Graf Werner Tilly, Neffen des ligistischen Feldherrn. Unter seinen zahlreichen kirchlichen Werken sei die Berufung der Barmherzigen Brüder aus Italien nach Feldsberg erwähnt. 2. Maximilian I. Maximilian war in erster Linie der Soldat unter den drei Brüdern. Er nahm an verschiedenen Feldzügen des Türkenkrieges und des Dreissigjährigen Krieges teil. In der Schlacht am Weissen Berg soll sein Anteil entscheidend gewesen sein.11" Er war unter anderem Oberster Feldzeugmeister und als solcher verantwortlich für das gesamte Artil- leriewesen. 1613 wurde er unter Matthias kaiserlicher Rat und Oberst- stallmeister.120 Von 1626 bis 1632 war er als Vormund seines Neffen Karl Eusebius Chef und Regierer des Hauses Liechtenstein. 1623 wurde er zusammen mit Gundacker in den erblichen Reichs- fürstenstand erhoben.121 Die wichtigste seiner zahlreichen frommen Stiftungen war die Schaf- fung des Klosters Wranau mit einer Familiengruft, das er dem Orden der Paulaner anvertraute.122 Auch Maximilian erwarb neben den Erbgütern seiner Gattin durch verschiedene Käufe und Schenkungen von kaiserlicher Seite ein beacht- liches Vermögen, welches, da er kinderlos am 23. April 1643 verschied, auf seine Brüder fiel. 118 Falke II 235. 119 Falke II 250 ff. 120 Falke II 247. 121 Falke II 258/59. 122 Falke II 263/64; für dieses Werk wurde er zusammen mit seiner Gemahlin unter die verdienten Stifter dieses Ordens aufgenommen und er bestimmte, im Ordenskleid bestattet zu werden. Der Orden der Paulaner oder Minimen (ordo minimorum) wurde 1435 vom hl. Franz von Paola als Mendikanten- orden gegründet und besteht gegenwärtig noch in 40 Niederlassungen mit 240 Mitgliedern (nach Annuario Pontificio 1977). 56
        

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