Georg III. erreicht erstmals ein Mitglied des Hauses die Fürstenwürde (1412 Reichsfürst). Als einziger ergreift er die kirchliche Laufbahn: 1390 wird er Bischof von Trient, 1411 Kardinal (allerdings durch den Gegenpapst Johann XXIII. ernannt!). Am Anfang des 15. Jahrhunderts findet sich wieder eine Dreierver- tretung des Hauses: Die Brüder Johann II. und Heinrich V. und ihr Vetter Hartneid V. Auch sie treten häufig gemeinsam auf, insbesondere bei Käufen, und werden gemeinschaftlich mit wichtigen Gütern belehnt. 1. Die Erbeinigung von 1451 Wieder erscheint ein Triumvirat an der Spitze des Hauses: Wilhelm, Johann V. und Heinrich VII. Die drei erledigen die Hausangelegen- heiten gemeinsam.*3 Am 11. April 1451 bestätigt Wilhelm eine Vereinbarung mit seinen beiden Vettern, wonach keiner ohne Wissen und Willen der anderen die «Eribgüeter weder verseczen verkawffen noch kain geltschuld nicht machen» dürfe. Alle Pfleger sollen allen drei Vertragsschliessenden Gehorsam geloben. Gemeinsam soll ein oberster Schaffner zur Vermö- gensverwaltung bestellt werden. Die kurze, inhaltsarme Vereinbarung zeugt von wenig Enthusiasmus zu gemeinsamem Handeln im Interesse des Hauses. Dieser Eindruck verstärkt sich noch beim Vergleich mit dem ersten Hausvertrag von 1386. Jedenfalls vermochte die Erbeinigung den ersten bekannten Zwist im Hause nicht zu verhindern, der Wilhelm von seinen beiden Mitkon- trahenten trennte und schiedsrichterliches Eingreifen nötig machte. Be- reits im folgenden Jahr erfolgte denn auch eine vollständige Teilung (Totteilung) der Güter. 2. Die Erbteilung von 1452 Am 13. Juli 1452 erfolgte eine Erbteilung.1" Da keine Einigung zu finden war, wurde ein gesuchtes Schiedsgericht, bestehend aus dem Grafen Ulrich von Cilli und Ulrich Eitzinger von Eitzing, eingesetzt, welches auch die Urkunden ausstellte. 63 Falke I, 465. 64 Falke I, 465. 65 Falke I, 465 f.; Jenne. 31
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.