— 238 — 194. Esslingen1 1302 Juni 19. Abt und Konvent von Zwiefalten2 vereinbaren sich freundschaft- lich mit Berchtold von Ehrenfels3 über ihren Streit, dass Berchtold auf all sein Gut, Eigen und Lehen und auf alle seine Rechte zu Bechingen* sowie auf alle Ansprüche an die Vogtei über die Güter des Klosters zu Bechingen und zu Emeringen5 völlig verzichtet, gegen eine Zahlung von 85 Pfund Haller, zahlbar am nächsten St. Martinstag und eine weitere Zahlung von 85 Pfund Haller, zahlbar am nächsten Weissen Sonntag. Berchtold soll bis Weihnachten die Lehengüter bei den Lehenherren fertigen. Tut er das nicht, dann soll das Kloster 26 Pfund Haller einbe- halten, bis es geschieht. Kein Teil soll den anderen wegen des Streites gerichtlich belangen. Graf Eberhard von Württemberg6 war bei diesem Vergleich anwesend und er siegelt auf Ersuchen mit. Zeugen waren Graf Eberhard von Landau,1 Heinrich von Eberstein8 Konrad von Liech- tenberg? Swigger von Gundelfingen10 der Lange, Heinrich der Herzog von Urslingen11 «her Marquart von Schellenberg»,12 Walter von Mundeldingen,13 Berchtold von Eberhartsweiler1* Anshelm von Justingen15 und andere ehrbare Leute genug. Original im Hauptstaatsarchiv Stuttgart B 551 Kloster Zwiefalten n. 264. — Italienisches Pergament 17,4 cm lang X 31,8, Plica 2,8 cm. — Siegel: 1. (Eberhard von Württemberg) Bruchstück, rund, etwa 6 cm, gelbbraun, drei Hirschstangen übereinander. 2. (Zwiefalten) rund, 5,0 cm, braungelb, verwischt, sitzende Muttergottes mit Kind, Umschrift: + SE ... TV. MONASTERII DE - ZWIEFE 
— 3. (Berchtold v. Ehrenfels) rund, 4,3 cm, braungelb, am Rand beschä- digt, Spitzovalschild mit Zwillingsbalken schrägrechts, Umschrift: + S.BERh- TOLDI .DE .... VELS 
— Rückseite: «Bechingen vm die recht (?) von Berchtolten von Erenfels erkofft vm hundert vnd lxx IIb.haller 
1302» (15. Jahrh.); «No. 6 (gestrichen) 5 (schwarz, 16. Jahrh.); «264» (blau, modern). 1 Esslingen BW. 2 Zwiefalten, ssw. von Münsingen BW. 3 Burg Ehrenfels zu Hayingen, s. von Münsingen BW.
        

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