— 189 — (siehe n. 166) nach 1269 anzusetzen, die Zeit der Entstehung des ersten Abschnit- tes Hegt also zwischen etwa 1257 und 1269 und zwar angesichts der graphischen Entwicklung näher bei 1269. Abschrift des 17. Jahrhunderts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart B 515 Kloster Weingarten Handschrift n. 2 b beiliegend. Abschrift des 19. Jahrhunderts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart B 515 Kloster Weingarten Handschrift n. 2 c beiliegend. Druck : Wirtemberg. Urkundenbuch Bd. 4 Anhang S. IX; Büchel, Einiges zur Walliserfrage, Jahrbuch d. Hist. Vereins f. d. F. Liechtenstein 1909 S. 103 (teilweise); Perret, Urkundenbuch d. südl. Teile d. Kantons St. Gallen Bd. 1 (1961) n. 136. Regest: Helbok, Regesten von Vorarlberg und Liechtenstein (1924) n. 201 a. Zur Datierung: Das Traditionsverzeichnis entstand aufgrund von vorhandenen Urkunden, Traditionsnotizen und Einträgen in Nekrologien. Stälin (Zwei Weingartener Codices aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts — Der sogenannte Codex maior traditionum Weingartensium, Wirtemberg. Urkunden- buch Bd. 4 S. III) stellt fest: «Die einzelnen Traditionen werden im Allgemeinen in chronologischer Ordnung aneinandergereiht. Es ergibt sich dies theilweise aus den übrigens nicht häufigen Zeitangaben, zeigt sich aber auch in anderen Fällen, in welchen die Schenkgeber sonst aus der allgemeinen Geschichte be- kannt sind oder in datierten Urkunden auftreten.» Da die Stelle über Triesen zwischen der 1094 datierten Schatz- und Güterschenkung des Herzogs Weif von Bayern und seiner Gemahlin Judith und dem irrtümlich auf 1109 datierten, richtig auf 1101 zu datierenden Tod Herzog Welfs (8.19. November auf dem Kreuzzug) vorkommt, ist obige Datierung einigermassen berechtigt. Die nähere Datierung Hetboks und ihm folgend Perrets auf «spätestens Frühjahr 1101» (wegen des Kreuzzuges) kann angenommen werden. a Helbok (Regesten n. 201 a) fälschlich »Bruder der 
Irmindega»; Perret (Urkundenbuch d. südl. Teile Bd. 1 n. 136) irrig «Bruder der Irmen- garda». b Es heisst Trisun, wenn auch Trisim gelesen werden kann, wie vom Bearbeiter im Wirtembergischen Urkundenbuch und ihm folgend von Schreiber von n. 2 c, von Helbok (Regesten n. 201 a) und Perret (Ur- kundenbuch d. südl. Teile d. Kantons St. Gallen Bd. 1 n. 136); ganz un- möglich «Tirsin» bei n. 2 b. Der Schreiber von 2 a schreibt aber auch in zahlreichen anderen Fällen das i gleich wie die Abstriche beim m, also omnium wie ommum oder decimo wie decuno. Dass es ganz sicher Trisun heisst, geht aus der Urkunde König Rudolfs vom 6. April 1274 hervor (Hauptstaatsarchiv Stuttgart H 51 n. 92 hier n. 167) die obiges, damals eben entstandenes Traditionsverzeichnis als Vorlage gehabt haben muss: es heisst dort «intrisun».
        

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