Ein Bronzehenkelfragment vom Krüppel ob Schaan Anlässlich eines Spazierganges entdeckte Erich Ospelt aus Vaduz am 2. April 1978 in der Wegböschung ein mit Edelpatina versehenes Bronzeobjekt, das er verdankenswerterweise sogleich dem Museum übergab. Die Fundstelle liegt etwas unterhalb und bergseits der bekann- ten Siedlungskuppe, die David Beck ehedem untersucht hat (vgl. JBL 65, 1965, S. 5 ff.) und dürfte aber dennoch mit diesem interessanten Sied- lungsplatz in Verbindung gebracht werden. Beim Bronzeobjekt handelt es sich um einen etwa zur Hälfte erhaltenen Henkel. Der breite, gegos- sene Bandhenkel ist zerbrochen und die flach ausgehämmerte Nietplatte ist verbogen und hat nicht mehr die ursprüngliche Form. Diese Defor- mation ist aber nicht neuzeitlich. An der Innenseite des Henkels befin- det sich eine schwärzliche Masse, die als eine verkokte organische Sub- stanz bestimmt werden konnte, wobei verbrannte Speisereste nicht aus- zuschliessen sind. Das etwas über 3 cm breite Henkelband ist mit fünf kantigen Rippen versehen, an denen noch heute in der Längsrichtung Schleifspuren sicht- bar sind. Die anschliessende Nietplatte wurde aus dem Werkstück flachgehämmert und quer zur Henkelachse überschliffen. Sie steht überdies beidseitig etwa 0,6 cm vor und trägt henkelwärts je einen kleinen, leicht abgerundeten Spornfortsatz. Die Peripherie ist mit schräg gepunzten Randkerben versehen, wobei diese von der Längsachse aus- Bronzehenkelfragment vom Krüppel ob Schaan. Streufund 1978 269
        

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