1891 betrug die Gesamtrebfläche 183'040 Klafter (Mitt. Liecht. landw. Verein Nr. 5/1891), wobei die Maurer oder Eschner Rebfläche grösser als diejenige der Oberländer Ortschaften, mit Ausnahme von Vaduz, waren. Nach einer Reihe von Missernten, neu auftretender Reb- krankheiten und wegen der ausländischen Konkurrenz verlor der Wein- bau allmählich seine ganz grosse Bedeutung, war der Wein doch neben dem Vieh lange Zeit der bedeutendste Exportartikel. Heute erinnern noch viele Flurnamen an den Weinbau, wo er schon seit dem letzten Jahrhundert nicht mehr betrieben wird. Flurnamen mit «Rebe» gibt es in Liechtenstein keine. In den Urkunden ist bis zum Ende des 17. Jh. vom Weingarten die Rede, ab 1700 herrscht die Be- zeichnung Wingert vor. Das «Wingertle» auf der Balzner Alp Matta dürfte seinen Namen im übertragenen Sinne wegen seiner Gelände- gestalt bekommen haben. Die Flurnamen «Finga» sollen nach Gabathu- ler (1944) vom lat. vinea, rr. vigna, als Weinberg abzuleiten sein. Der Flurname «Finga» kommt nach Tiefenthaler (1968) auch in Nenzing vor. • Wingert, Balzers • Enderiis Wingert, Triesen • Feldwingert, Triesen • Abtswingert (auch St. Johanner Weingarten), Vaduz • Bockwingert (Herawingert), Vaduz • im roten Wingert, Gamprin • Bergwingert, Eschen, Mauren • Frohnwingert, Eschen • Herrenwingert, Herrschaftswingert, Eschen • Kapellenwingert, Eschen • Kapfwingert, Eschen • Müsnerwingert, Eschen •j Neuwingert, Eschen • Plazer Weingarten, 1613, Eschn. Pfa., Eschen, in Ospelt (1911) • Rinkenwingert, Eschen • Statthalterwingert, Eschen • Wingertbünt, Eschen • Breierwingert, Mauren 243
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.