druck Lieren entstanden. Das Schweiz. Idiotikon kennt denselben zwar nicht, doch sollen auch in der Schweiz mehrere Flurnamen darauf hin- weisen, dass «Lieren» früher auch dort gebräuchlich war. Könnte der «Lierer» in Ruggell allenfalls damit in Verbindung gebracht werden? Oder steckt eine Obstbaumsorte dahinter? • der Lierer, Ruggell ? Brombeerstrauch (Rubus fruticosus) Der Brombeerstrauch, in Liechtenstein in 17 Arten vertreten, kommt vom Talraum bis zur Waldgrenze vor. Der Name setzt sich aus dem ahd. bramö oder brämä und beri, die Beere, zusammen. Eine Nebenform von bräme ist das Wort «breme». Brandstetter (1902, pp. 63) deutet das Wort Bremen zum Brombeerstrauch gehörig. Auch Hammer (1973) führt einen bei Altstätten urkundlich belegten Flurnamen «bremen werd» auf den Brombeerstrauch zurück. Dies dürfte für unseren einzigen Bremen-Flurnamen im Grenzraum des Schellenberger zum Ruggeller Riet zutreffen. Die Bremställe (vgl. Broggi 1976) im Alpenraum sind wohl eher mit dem Insekt in Verbindung zu bringen. • im Bremen (Brema), Ruggell, Schellenberg Himbeere (Rubus idaeus) Die ahd. hintberi gehört zur Gattung der Brombeeren und kommt in Liechtenstein verbreitet vom Talraum bis an die Waldgrenze auf 1900 m. ü. M. vor. So finden wir ein «Himbeerloch» in Brand (Vorarl- berg). In Liechtenstein finden sich in dieser Form keine Flurnamen. Das anlautende «h» fällt nach Brandstetter (1902, pp. 64) in ver- schiedenen Dialekten weg. Wenn dies auch früher für Liechtenstein zu- getroffen hat, so könnten vielleicht die folgenden Flurnamen mit der Himbeere in Verbindung gebracht werden: • das Immerich, Schellenberg? • der Immerme, Ruggell ? 233
        

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