LAUBGEHÖLZE Eiche — in der Regel Stieleiche (Quercus robur) Aus Urkunden und den vielen Flurnamen in der Region lässt sich auf eine frühere weite Verbreitung der Eichenwälder schliessen. Die Früchte der Eiche (ahd. eih, mhd. eich), die Eichel (aichin), z.B. in «Aichlatobel» bei Azmoos (Gabathuler, 1944), waren als Schweinefutter sehr begehrt und um 1600 fleissig gesammelt (Paffrath, 1913). Nach gleicher Quelle soll man in Vorarlberg Eichen nur auf Gemeindegrün- den antreffen. «Nach einer alten Sitte musste jedes angehende Ehepaar zwei Eichen anpflanzen und für ihr Aufkommen Sorge tragen. In neue- rer Zeit (1840) werden diese Bäume gefällt, verkauft, und die Gemeinde- schulden damit bezahlt, ohne die Nachpflanzung, wie es sein sollte, zu betreiben» (in Paffrath, 1913, S. 127). Betrachten wir die Verteilung der Eichen-Flurnamen in Liechten- stein, so fällt auf, dass sie sich auf den Raum Balzers-Triesen sowie auf das nördliche Unterland beschränken. Dort treffen wir sie vom Talraum bis auf ca. 700 Meter über Meer, also in den Lagen des wärmeliebenden Laubmischwaldes, das auch das Hauptverbreitungsgebiet der Eiche dar- stellt. Vogt (1972) und Tiefenthaler (1968) zitieren einige Ableitungen aus dem lat. Robur im rr. Flurnamenschatz des Walgaus, so «Rofers» in Frastanz, «Rafreu» in Nenzing, Bürs und Rons. Auch der «Rofler» in Triesen und «Rotenberg» in Eschen dürften hierzu gehören. • Melcheichen, Melcheichenmahd, -wiesen, Ruggell • Herreneich, Ruggell • Eichenbüchel, Schellenberg • Eichenmahd, Schaan • Eichholz, Triesen, Triesenberg • Eichholztobel, Triesen • Eichholz, Balzers • Eichenbödele, Balzers GR-Gebiet • im Rofler, Triesen • Rodenberg, Eschen? 216
        

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